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| 13:15 Uhr

Breitband-Mobilfunk
Fast 20 Prozent von Spree-Neiße sind – ein Funkloch

Sie fehlen noch in vielen Gegenden Brandenburgs: Masten mit verschiedenen Antennen von Mobilfunkanbietern.
Sie fehlen noch in vielen Gegenden Brandenburgs: Masten mit verschiedenen Antennen von Mobilfunkanbietern. FOTO: dpa / Jens Büttner
Potsdam. Die Uckermark, der Landkreis Spree-Neiße und der Kreis Elbe-Elster sind die Regionen Brandenburgs, in denen die Fläche der Funklöcher am Größten ist. Von Benjamin Lassiwe

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Potsdamer FDP-Bundestagsabgeordneten Linda Teuteberg hervor, die der RUNDSCHAU vorliegt. Teuteberg hatte die Bundesregierung gefragt, wie groß die Fläche eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt ist, in der Breitband-Mobilfunk nur zwischen null bis zehn Prozent zur Verfügung steht.

Während das in Potsdam nirgendwo der Fall ist – in der Tabelle mit der Antwort der Bundesregierung steht in der entsprechenden Zeile eine „Null“ – und in Cottbus nur ein Quadratkilometer der Stadtfläche betroffen sein soll, sind die Zahlen in manchen ländlichen Regionen dramatischer.

Im Landkreis Uckermark sind der Antwort zufolge 321 Quadratkilometer Fläche unterversorgt – das entspricht fast zehn Prozent der Fläche des Landkreises. In Spree-Neiße sind es sogar 286 Quadratkilometer, also mehr als 17 Prozent der Fläche des Landkreises. Und im Elbe-Elster-Kreis sind 197 Quadratkilometer betroffen: Bei 1899 Quadratkilometern Kreisfläche ebenfalls mehr als zehn Prozent.

Dass die Situation auch in der breiten Fläche des Landes anders sein kann, zeigt dagegen der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, wo laut Statistik nur 43 Quadratkilometer mit Breitband-Mobilfunk unterversorgt sind, während 1182 Quadratkilometer gut versorgt sind.

Doch die Antwort der Bundesregierung sagt nichts über die Nutzung der betreffenden Flächen aus: Die Statistik gibt keine Angaben dazu, ob beispielsweise die 43 unterversorgten Quadratkilometer in Oberspreewald-Lausitz dicht besiedeltes Gebiet sind, während die 321 Quadratkilometer in der Uckermark nur Forst und Wald ausmachen.

Gegenüber der RUNDSCHAU äußerte sich die FDP-Politikerin Teuteberg indes trotzdem unzufrieden mit den Ergebnissen ihrer Anfrage: „Das rot-rote Brandenburg ist beim Mobilfunk nach wie vor ein Land der weißen Flecken“, sagte Teuteberg. „Fast nirgendwo im Land kann man sich auf stabile Verbindungen verlassen.“

Dies sei ein echtes Wachstums- und Entwicklungshindernis. „Denn gerade in der Fläche könnten digitale Angebote einen Beitrag zur Lösung vielfältiger Probleme leisten – von der Pflege und ärztlichen Versorgung bis zum öffentlichen Nahverkehr und Verwaltungsdienstleistungen."