ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:10 Uhr

Mehr Züge, höhere Preise
Fahrplanwechsel – das ändert sich am Sonntag

Ab 9. Dezember gilt der neue Fahrplan.
Ab 9. Dezember gilt der neue Fahrplan. FOTO: dpa / Christoph Soeder
Cottbus. Am Sonntag stellt die Bahn auf den Winterfahrplan um. Damit gibt es einige Neuerungen, auch im Busverkehr. Teuer wird es allerdings auch. Die wichtigsten Infos in der Übersicht: Von Bodo Baumert und Jan Siegel

Schienen-Nahverkehr: Im Bereich des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg tut sich mit dem Fahrplanwechsel einiges. „Wir haben ab 9. Dezember so viele Züge und Sitzplätze auf der Schiene bestellt, wie seit vielen Jahren nicht mehr“, sagt VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel. Auf vielen Linien werden die Kapazitäten deutlich erhöht.

Gleich eine ganz neue Regionalbahn-Linie gibt es mit der RB41 zwischen Cottbus und Lübben (Dahme-Spreewald). Die RB41 fährt im Zweistundentakt hält unterwegs an allen Stationen. Das bedeutet auch in Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch.

Die Regionalbahn-Linie RB49 (Cottbus-Ruhland-Falkenberg) soll künftig auch am Wochenende durchgehend im Zweistundentakt fahren. Zusammen mit der sächsischen S-Bahn-Linie S4 (Hoyerswerda – Leipzig – Wurzen) ergibt sich ein täglicher Stundentakt zwischen Ruhland und Falkenberg.

Neue Linien gibt es ab Sonntag auch in der Lausitz.
Neue Linien gibt es ab Sonntag auch in der Lausitz. FOTO: Frank Hilbert

Auf der Regionalbahn-Linie RB43 werden tagsüber alle Züge nach Herzberg (Elster) verlängert. Das bedeutet eine Verdichtung zum RE3-Angebot (Berlin-Falkenberg) zwischen Herzberg und Falkenberg.

Zwischen Cottbus - Leipzig wird abends ein neues Zugpaar für den RE10 eingerichtet, unter anderem mit Zwischenhalten in Calau, Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain und Falkenberg/Elster.

Beim RB65 (Cottbus-Zittau) werden mit dem Fahrplanwechsel bestehende Lücken zwischen Cottbus, Spremberg und Görlitz geschlossen. Auch am Wochenende wurden die Fahrten teilweise neu geordnet. Künftig ergibt ein Stundentakt täglich bis etwa 23 Uhr in und aus Richtung Görlitz.

Neu ist die Linie RB64 (Hoyerswerda–Görlitz) in Sachsen. Damit fährt nach insgesamt acht Jahren Bauzeit künftig wieder ein Zug zwischen den beiden wichtigen Städten in der Oberlausitz.

Bernd Scholz (M.) aus Senftenberg hat den Namenswettbewerb der Odeg für die RB 64 gewonnen. Ihm gratulierten Hans-Jürgen Pfeiffer, Geschäftsführer des Zvon (l.) und Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Odeg.
Bernd Scholz (M.) aus Senftenberg hat den Namenswettbewerb der Odeg für die RB 64 gewonnen. Ihm gratulierten Hans-Jürgen Pfeiffer, Geschäftsführer des Zvon (l.) und Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Odeg. FOTO: ODEG

Fernverkehr: Die Fahrgäste der Deutschen Bahn sollen mit dem Fahrplanwechsel an diesem Sonntag auf wichtigen Verbindungen ein größeres Sitzangebot bekommen.

Künftig fährt abends ein EC von Berlin nach Krakau.

Veränderungen gibt es beim sogenannten Kulturzug von Berlin über Cottbus nach Wrocław (Breslau).Weil viele Fahrgäste aus Polen das Wochenende in Berlin verbringen wollen, werden die weniger nachgefragten Fahrten am Samstagabend ab Wrocław und am Sonntagsmorgen ab Berlin abgeschafft und durch Züge am Freitagnachmittag ab Berlin und am Freitagabend ab Wrocław ersetzt.

Von diesem Sonntag an werden auf der Schnellfahrstrecke Berlin-München künftig fünf statt drei Sprinterzüge pro Tag und Richtung unterwegs sein. Außerdem fährt dort nun auch der ICE 4, die jüngste Generation des Hochgeschwindigkeitszuges.

Der Franken-Thüringen-Express wird nach Bahn-Angaben bis nach Leipzig verlängert. Dadurch gelangten Reisende nun alle zwei Stunden zu den Städten Erlangen, Bamberg, Lichtenfels, Saalfeld und Jena in Nord- sowie Südrichtung.

Busverkehr: Ab Sonntag kommt es aufgrund des Fahrplanwechsels auch zu Verschiebungen bei Fahrten von Cottbusverkehr. Das teilt Unternehmenssprecher Robert Fischer mit. Demnach sind die Linien 4N, 23, 29 und 48 betroffen. Weiter kann es auf der Linie 12 (Kolkwitz – Merzdorf) im Früh- und Spätverkehr zu Verschiebungen um bis zu zehn Minuten kommen. Auf der Linie 35 führt Cottbusverkehr die direkte Linienführung Cottbus – Kolkwitz – Limberg – Vetschau ein. Zusätzliche Anruffahrten werden Montag bis Freitag für die Linie 44 (Schmogrow – Burg) angeboten.

Preise: Im Fernverkehr werden Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) im Durchschnitt um 1,9 Prozent teurer, wie die Bahn mitteilte. Weil es viele Sonderangebote und Rabatte gibt, steigt das Preisniveau nach Berechnungen des Konzerns aber lediglich um 0,9 Prozent.

Mit den neuen Preisen werden Vielfahrer relativ stark zur Kasse gebeten: Für Streckenzeitkarten sowie die Bahncard 100 sind in Zukunft im Schnitt 2,9 Prozent mehr zu zahlen. Die Preise für Platzreservierungen sowie für die Rabattkarten Bahncard 25 und Bahncard 50 verändern sich nicht. Kräftig erhöht wird das Extra-Entgelt für den Kauf eines Tickets im Zug: von 12,50 Euro auf 19 Euro.

Im Bereich des VBB bleiben die Preise konstant.

(mit dpa)