• Die Lokführergewerkschaft GDL will zum dritten Mal binnen weniger Wochen streiken, diesmal fünf Tage am Stück
  • Es werden wieder viele Züge im Nahverkehr der Deutschen Bahn ausfallen
  • Privatbahnen sind nicht vom Streik betroffen, darunter fallen in Berlin und Brandenburg die U-Bahnen aber auch Linien der ODEG und der NEB
  • Die Berliner S-Bahn fährt in reduziertem Umfang, die Linien verkehren teilweise auf anderen Strecken
Bei der Deutschen Bahn stehen die Zeichen weiter auf Streik. Zwischen dem Konzern und der Lokführergewerkschaft GDL (Gesellschaft Deutscher Lokomotivführer) ist bislang keine Annäherung zu erkennen. Damit dürfte der fünftägige Streik im Personenverkehr wie angekündigt am Donnerstag beginnen. Die Bahn rief Kunden auf, Reisen möglichst vorzuziehen. Im Güterverkehr soll der Streik schon am Mittwochabend beginnen. Erst nach Streik-Ende in der Nacht zu Dienstag nächster Woche fahren die Züge voraussichtlich wieder weitgehend nach Plan. Aber was passiert bis dahin?

Bahnstreik Berlin und Brandenburg: VBB informiert „Ringbahn fährt nicht“

Der dritte Streik in wenigen Wochen trifft hunderttausende Pendler und Reisende. Die für die Streikdauer gebuchten Fahrkarten können auch an anderen Tagen genutzt werden. Das gilt auch noch bis zum 17. September, wie die Bahn am Dienstag mitteilte. Sie will im Fernverkehr etwa ein Viertel des üblichen Angebots aufrecht erhalten, im Regionalverkehr im Schnitt etwa 40 Prozent.
Auf den Seiten der Verkehrsbetriebe Berlin-Brandenburg (VBB) wird umfangreich über die Auswirkungen des Streiks auf den Pendlerverkehr informiert. Für die Berliner S-Bahn wurde bereits ein Notfahrplan erarbeitet. Die Ringbahn fährt über die gesamte Streikdauer nicht. Der S-Bahn-Plan ist mit begleitender Grafik als PDF zum Download verfügbar.

Regionalbahn Brandenburg: Fahrplan für Donnerstag, 2.9. veröffentlicht

Private Bahnbetreiber sind nicht vom Streik betroffen. Somit fahren alle U-Bahnen, Trams und Busse regelmäßig. In Berlin betrifft das zum Beispiel das gesamte Netz der BVG.
Was den Regionalverkehr betrifft wird es die Hauptstadtregion hart treffen. Auf der Webseite der Deutschen Bahn wird gewarnt, dass der Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg „massiv beeinträchtigt“ wird. Der detaillierte Notfallplan wurde inzwischen unter bahn.de/aktuell veröffentlicht allerdings nur für Donnerstag, 2. September.

Diese Ersatzfahrpläne gelten am Donnerstag, 2. September:

Ersatzlos entfallen werden die Linien: FEX, RB10, RB11, RB13, RB20, RB21, RB22, RB23, RB31, RB49, RB55 und RB66
Für folgende Linien wird es reduzierte Ersatzfahrpläne geben:
Ersatzfahrpläne für die anderen Streiktage sollen jeweils am Vortag um 18 Uhr veröffentlicht werden.

Folgende Regionalbahnlinien sind in Berlin und Brandenburg nicht vom Streik betroffen:

  • Linien der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG): RE2, RE4, RB33, RB46 und RB65
  • Linien der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB): RB12, RB25, RB26, RB27, RB35, RB36, RB54, RB60, RB61, RB62 und RB63
  • Linien der HANSeatischen Einsenbahn GmbH: RB34, RB73 und RB74
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