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| 12:59 Uhr

Fachkräftemangel im Schienensektor
Odeg stellt Rentner als Lokführer ein

 Der RE2 der Odeg, der zwischen Cottbus und der Ostseeküste rollt. Um dem Fachkräftemangel im Schienensektor zu begegnen stellt das Eisenbahnunternehmen ab sofort auch Rentner in Teilzeit ein.
Der RE2 der Odeg, der zwischen Cottbus und der Ostseeküste rollt. Um dem Fachkräftemangel im Schienensektor zu begegnen stellt das Eisenbahnunternehmen ab sofort auch Rentner in Teilzeit ein. FOTO: Frank Hilbert
Parchim/Cottbus. Der Fachkräftemangel macht auch vor der Eisenbahn nicht halt. Deshalb ruft die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) jetzt Rentner auf, sich zu bewerben.

„Die Odeg setzt schon lange auf das Know-how und die Erfahrung älterer Menschen. Das Team der Odeg aus 475 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat eine breite Altersmischung. Von 18 bis 67 Jahren arbeiten hier Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in den verschiedensten Unternehmensbereichen zusammen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Künftig sollen auch ehemalige Servicemitarbeiter im Nahverkehr (m/w/d) oder Triebfahrzeugführer (m/w/d), die bereits in Rente sind, die Möglichkeit erhalten, sich bei der Odeg zu bewerben. Voraussetzung für die Beschäftigung als Triebfahrzeugführer (m/w/d) ist ein gültiger Triebfahrzeugführerschein.

Allerdings geht es hierbei nicht um Vollzeitstellen, sondern um Teilzeitbeschäftigungen, mit denen sich die Senioren noch etwas dazuverdienen können. Aktuell sucht die Odeg unter anderem Triebfahrzeugführer für Berlin, Königs Wusterhausen, Jüterbog, Nauen, Rathenow, Cottbus und Görlitz.

 So wirbt das Eisenbahnunternehmen Odeg um Rentner als Teilzeit-Mitarbeiter.
So wirbt das Eisenbahnunternehmen Odeg um Rentner als Teilzeit-Mitarbeiter. FOTO: Odeg
 So wirbt das Eisenbahnunternehmen Odeg um Rentner als Teilzeit-Mitarbeiter.
So wirbt das Eisenbahnunternehmen Odeg um Rentner als Teilzeit-Mitarbeiter. FOTO: Odeg

Das Ganze ist ein weiterer Schritt des  Eisenbahnunternehmens mit Sitz in Parchim, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Bereits seit mehreren Jahren setzt die Odeg auf die Qualifizierung von Arbeit­suchenden im Alter von 19 bis 60 Jahren zu Servicemitarbeitern im Nahverkehr und Triebfahrzeugführern und -führerinnen. „Die Odeg setzt auf die Stärken der Frauen. Bei uns arbeiten bereits mehrere Frauen erfolgreich als Triebfahrzeugführerin. Wir freuen uns auf weibliche Unterstützung im Führerstand“, heißt es dazu auch auf der Webseite der Odeg.

Laut eines Beitrags der Allianz pro Schiene gibt es beim Lokführer-Beruf den größten Nachwuchsmangel. Nicht nur die Odeg, auch die Deutsche Bahn hat massiv damit zu kämpfen. Allein 2019 fehlen dem Unternehmen 733 Lokführer, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion Anfang des Jahres zeigte.

Viele fahren laut Odeg bereits seit über 16 Jahren im Unternehmen Züge und möchten auch im Ruhestand in Teilzeit weiter für die Odeg arbeiten. So auch Rainer Illmert, Triebfahrzeugführer aus Cottbus. Er fährt die gelb-grünen Züge seit 2004. In zwei Jahren geht er in den wohlverdienten Ruhestand, möchte jedoch weiter in Teilzeit Züge fahren. „Ich möchte nicht auf einen Schlag Rentner sein, sondern langsam das Arbeitsleben beenden und meine berufliche Tätigkeit auslaufen lassen. Dann kann ich meinem Hobby nachgehen, nämlich meine Enkel betreuen und trotzdem noch drei bis vier normale Tagschichten im Monat arbeiten. Damit bessere ich natürlich auch meine Rente auf“, sagt er.

Interessierte können ihre Fragen zu den Teilzeitmodellen der Odeg an die Personalabteilung richten. Unter der Telefonnummer 030 814077171 berät Marc Wenzel potenzielle Bewerber über die Berufe Triebfahrzeugführer (m/w/d) und Servicemitarbeiter im Nahverkehr (m/w/d). Bewerbungen können außerdem auf dem Karriereportal der Odeg unter Odeg.de/karriere oder per E-Mail eingereicht werden unter bewerbung@Odeg.de.

(red/Lydia Schauff)