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Ex-Landtagspräsident: Rechtsverstöße korrigieren

Potsdam. Fritsch erklärt, in der Affäre um die Landtagspräsidentin Britta Stark soll erst einmal die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit machen. Benjamin Lassiwe / iwe1

In der Affäre um Landtagspräsidentin Britta Stark und ihren Stellvertreter Dieter Dombrowski hält es Brandenburgs ehemaliger Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) für richtig, nun erst einmal die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit machen zu lassen. "Ich kenne die Vorgänge, die da abgelaufen sind, nicht sehr detailliert", sagte Fritsch auf Anfrage. "Deswegen ist es schwer, das zu beurteilen." Im Juni hatte die Landtagsverwaltung mit Rückendeckung von Stark die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, weil Dombrowski verschiedene Kosten unrechtmäßig beim Landtag abgerechnet haben soll. Dombrowski hatte dazu erklärt, dass er strittige Positionen zurückgezahlt oder gar nicht erst erhalten habe.

Fritsch betonte gegenüber der RUNDSCHAU, dass Rechtsverstöße korrigiert werden müssten. "Ob das über den Rechnungshof geht, oder über die Staatsanwaltschaft, hängt von der Art der Verstöße ab", sagte der ehemalige Landtagspräsident, der heute Präsident des Brandenburger Landesanglerverbands ist. "Dass man damit nicht in die Öffentlichkeit geht, bevor alles geklärt ist, dürfte eigentlich selbstverständlich sein." Dass seine Nachfolgerin als Präsidentin, Britta Stark (SPD), zu den Vorwürfen gegen Dombrowski ein Interview gegeben habe, wolle er nicht bewerten, da er das Interview nicht kenne. "Ich würde aber eher sagen, über die Inhalte würde ich kein Interview geben."