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| 19:14 Uhr

Justiz
Ex-Verkehrsminister Krause wegen Bankrottvorwurfs vor Gericht

Der ehemalige Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU) steht am Dienstag erneut wegen einer verschleppten Insolvenz vor Gericht.
Der ehemalige Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU) steht am Dienstag erneut wegen einer verschleppten Insolvenz vor Gericht. FOTO: Bernd Wüstneck / dpa
Potsdam. Der frühere Bundesverkehrsminister Günther Krause steht am Dienstag erneut wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Insolvenzverschleppung und des Bankrotts vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen in ihrer Anklage beim Amtsgericht Potsdam vor, nach der Pleite seiner Unternehmensberatung keinen Antrag auf Insolvenz gestellt zu haben, obwohl er spätestens Ende Januar 2015 zahlungsunfähig gewesen sei. Die Firma war dann auf Antrag der Gläubiger im Frühjahr 2016 in die Insolvenz gegangen.

In dem Prozess könnte bereits am Dienstag ein Urteil fallen, weil bislang nur ein Verhandlungstag vorgesehen ist. Krause hatte wegen eines ähnlichen Falls bereits vor Jahren eine Bewährungsstrafe kassiert. Er war 2009 nach dem Zusammenbruch seiner Firma Aufbau Invest wegen Betrugs, Insolvenzverschleppung und Bankrotts zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Bewährungszeit lief 2011 ab.

Krause hatte als Verhandlungsführer der DDR nach der Wende den Einheitsvertrag mit ausgehandelt und auch unterschrieben. Nach seinem Rücktritt als Bundesverkehrsminister der CDU im Jahr 1993 wegen mehrerer Affären hatte er sich aus der Politik zurückgezogen und seine Tätigkeit als Unternehmer aufgenommen.

(dpa)