ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:54 Uhr

Religion
Evangelische Kirche will Dialog mit Islam ausbauen

Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, setzt sich für Toleranz und Gesprächsbereitschaft ein.
Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, setzt sich für Toleranz und Gesprächsbereitschaft ein. FOTO: ZB / Anne Pollmann
Berlin. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will den Dialog mit dem Islam weiter vertiefen. „Der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen ist für die friedliche und konstruktive Gestaltung des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft unverzichtbar“, heißt es in einem Positionspapier der EKD, das der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, am Montag in Berlin vorstellte.

In dem Papier wird indirekt auch von der muslimischen Seite mehr Toleranz und Gesprächsbereitschaft angemahnt. Zwar könne niemand zum Dialog gezwungen werden, „doch ist eine aktive Beteiligung an diesem Dialog auch Ausweis der Verständigungsbereitschaft und Friedensfähigkeit, die wiederum zu einer erhöhten gesellschaftlichen Akzeptanz der Religionen führen kann“, heißt es in dem Papier zum christlich-islamischen Dialog weiter.

Den christlichen Glauben vertreten könne nur, wer zugleich das Recht anderer Überzeugungen anerkenne, erklärte Dröge. Diesen Anspruch stelle er aber auch an andere Religionen und die Gesellschaft insgesamt. „Die gewaltsame Bekämpfung oder Verdrängung anderer Bekenntnisse und Glaubensanhänger darf in einer offenen und pluralen Gesellschaft keinen Platz haben.“

(dpa/uf)