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| 01:03 Uhr

Es war einer der Abschiede, die nur schweren Herzens gelingen

Holzdorf. Keine leichter Gang stand gestern Vormittag Oberst Albert Dittmar bevor. Sven Gückel

Der Stellvertreter Kommandeur der Luftmechanisierten Brigade 1 und Kommandeur der Brigadeeinheiten hatte die Aufgabe, einen Wechsel an der Spitze der Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1 in Holzdorf zu vollziehen. Nur wenige Tage war es dem bisherigen Staffelkapitän Major Heiko Reichenauer vergönnt, die unlängst aus Cottbus in die Region verlegte Hubschrauberstaffel in den neuen Bereich einzuführen.
Dennoch, ein Wechsel der Führungskräfte gehört bei der Bundeswehr zur Routine, verdeutlichte Dittmar im Beisein des Wittenberger Landrates Hartmut Dammer. Zugleich betonte er, dass es die Führer sind, die einer Truppe Gesicht und Gestalt geben. Der Cottbusser Heiko Reichenauer gehört auf jeden Fall dazu. Mehrere Jahre wirkte er bis zur Verlegung der Staffel in den Elbe-Elster-Kreis als Kasernen- und Flugplatzkommandant sowie Standortältester in Cottbus. Eine Aufgabe, die er neben dem täglichen Dienstgeschehen als Pilot erfolgreich meisterte. Mehr als 7000 Flugstunden absolvierte die Unterstützungsstaffel 1 während seiner Führungszeit. Der Abschied von Cottbus, wo ein Großteil der Soldaten Haus und Familie hat, gehört ganz sicher zu den einschneidendsten Ereignissen in der dreijährigen Tätigkeit Major Reichenauers.
Die folgende Dienstzeit wird den zweifachen Familienvater nun nach Brückeburg nahe Hannover führen. Als Hörsaalleiter an der Heeresfliegerwaffenschule sollen dort seine erworbenen Kenntnisse zum Einsatz kommen.
Nachfolger im Holzdorfer Amt wird Major Norman Strelow. Der 37-Jährige studierte Maschinenbauer war seit längerem der Wunschkandidat für diesen Posten, betonte Oberst Dittmar. Als erfahrener Techniker und Pilot sowie Kommandeur der Heeresfliegerunterstützungsstaffel 14 in Celle bringt er das nötige Rüstzeug mit, die ihm gestellten Aufgaben zu meistern. „Sie sind für uns hier der richtige Mann“ , sparte Dittmar nicht mit Vorschusslorbeeren. Seinen neben Celle zweiten Wohnsitz hat der Offizier mit einer Wohnung in Jessen bereits von der Lüneburger Heide an die Elster verlegt.