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Erste Maßnahmen gegen Eisenocker zeigen Wirkung

Cottbus/Potsdam. Ein Paket von Sofortmaßnahmen des Bergbausanierers LMBV gegen die Bedrohung des Spreewalds durch Eisenocker zeigt Wirkung. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90 / Grüne im Potsdamer Landtag hervor. sim

Danach hat sich die Belastung von Spreewald-Zuflüssen mit der feinkörnigen braunen Eisenverbindung spürbar verringert.

Am deutlichsten wird das an der Wudritz bei Ragow. Dort wurden im Winter 2013/14 noch rund 30 Milligramm gelöstes Eisen pro Liter gemessen. Im Winter 2014/15 waren es nur noch zwölf Milligramm.

Auch in der Berste, der Dobra bei Boblitz und im Vetschauer Mühlenfließ hat sich die Eisenbelastung in dem Vergleichszeitraum etwa halbiert.

In Spremberg-Wilhelmstal wird eine 2014 während der Sanierung der Talsperre Spremberg benutzte Konditionierungsanlage zur Ockerbekämpfung weiter betrieben. Dadurch wird die Rückhaltefunktion der Vorsperre um etwa 30 Prozent erhöht.

Eisenocker entsteht durch Verwitterungsprozesse in Bergbaukippen und wird durch das inzwischen in der Region wieder aufsteigende Grundwasser ausgewaschen.