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| 16:23 Uhr

Verbraucherschützer warnen
Erotik-Abzocke in Brandenburg

Rechnungen für angeblich in Anspruch genommene Dienste zur Telefon-Erotik, Service für Erwachsene oder Erwachsenenunterhaltung flattern derzeit in viele Brandenburger Briefkästen.
Rechnungen für angeblich in Anspruch genommene Dienste zur Telefon-Erotik, Service für Erwachsene oder Erwachsenenunterhaltung flattern derzeit in viele Brandenburger Briefkästen. FOTO: Julian Stratenschulte
Cottbus. Vor einer aktuellen Abzock-Masche warnen Verbraucherschützer in Brandenburg. Es geht um unseriöse Rechnungen von Erotik-Diensten. Von Bodo Baumert

Wie die Verbraucherzentrale Brandenburg am Montag berichtet, häufen sich derzeit wieder Fälle, in denen Betrüger mit falschen Rechnungen von Erotik-Diensten Geld ergaunern wollen.

„Die Masche ist simpel und bekannt: Verbraucher erhalten einen Anruf, angeblich, weil ein Paket oder ein Bußgeldbescheid nicht zugestellt werden konnte. Sie bestätigen dem Anrufer ihre Adresse und kurze Zeit später bekommen sie Post“, erläutert Michèle Scherer, Referentin Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale. Nur trudelt weder ein Paket noch ein Bußgeldbescheid ein sondern eine Rechnung für angeblich in Anspruch genommene Dienste zur Telefon-Erotik.

90 Euro oder mehr sollen auf ein Konto in Tschechien überwiesen oder per Post an ein dortiges Postfach geschickt werden. „Die Masche gibt es seit Jahren, neu ist: Einige Betroffene erhalten die Rechnung zunächst per SMS und ggf. erst im Anschluss per Post“, so Scherer. Betroffenen sollten sich nicht einschüchtern lassen und die Forderung schlichtweg ignorieren.

„Die Betrüger spielen mit der Scham der Betroffenen und spekulieren darauf, dass diese lieber zahlen als Rat einzuholen. Wenn man keine Dienste genutzt hat, muss man auch nichts bezahlen“, so Scherer. Sie rät eine Anzeige bei der Polizei zu stellen.

Bisher liegen den Brandenburger Verbraucherschützern Rechnungen vor, auf denen Firmennamen wie BERIDA, EZONA, LML, RIBAX, TIMAX, ONAX, TEVAX und LAVARO genannt werden. „Die Rechnungen ähneln sich stark in ihrem Aufbau. Neben einer tschechischen Adresse ist auch immer eine P.O. Box-Adresse angegeben. Die in den Rechnungen vermerkten Telefonnummern sind jedoch nie erreichbar und auch die zum Teil angegebenen Webseiten der vermeintlichen Firmen sind nicht aufrufbar“, so Scherer.

Wer eine Rechnung oder ein Inkassoschreiben erhält und sich nicht sicher ist, ob es sich um eine berechtigte Forderung handelt, kann sich zur Prüfung des Falls an die Verbraucherzentrale Brandenburg wenden: www.vzb.de