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| 02:41 Uhr

Erinnerung an Opfer des Todesmarsches im Belower Wald

Jugendliche legen in der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald bei Wittstock Blumen nieder.
Jugendliche legen in der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald bei Wittstock Blumen nieder. FOTO: dpa
Wittstock. Gemeinsam mit Überlebenden hat Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) der Opfer des Todesmarsches im Belower Wald gedacht. "Die Lehren aus dem Nationalsozialismus dürfen nicht verblassen", sagte der Minister am Freitag an der Gedenkstätte bei Wittstock (Ostprignitz-Ruppin). dpa/uf

Anlass war der 69. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager. Holzschuher mahnte eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte an. "Wir dürfen es nicht dabei belassen, nur Museen zu bauen und Bücher zu schreiben oder große Denkmäler zu errichten." Die Veranstaltung bildete den Auftakt für mehrere Gedenkfeiern im Land am Wochenende.

Die Gedenkstätte erinnert an den Marsch von 33 000 teils völlig entkräfteten Häftlingen des Konzentrationslagers Sachsenhausen Ende April 1945. Die SS hatte sie angesichts vorrückender sowjetischer und polnischer Truppen in Richtung Nordwesten getrieben. Tausende mussten im Belower Wald tagelang bei Kälte im Freien ausharren, viele starben. Die Gedenkstätte war im Jahr 2010 nach umfangreicher Neugestaltung wiedereröffnet worden.