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Engpass Schönefeld: Staus rund um den Flughafen bis Mitte Mai

Bis 20. Mai tragen Mitarbeiter der Firma Matthäi auf der B 96a im Bereich des Flughafens eine neue Fahrbahndecke auf.
Bis 20. Mai tragen Mitarbeiter der Firma Matthäi auf der B 96a im Bereich des Flughafens eine neue Fahrbahndecke auf. FOTO: Mattuschka
Schönefeld. Ab heute müssen sich Kraftfahrer rund um den Flughafen Schönefeld (Dahme-Spreewald) auf erhebliche Staus einstellen. Bis 20. Mai wird die Fahrbahndecke auf dem insgesamt 700 Meter langen Abschnitt der B 96a von der A 113 bis hinter die Einfahrt zum Frachtzentrum erneuert. Franziska Mohr

"Die Bauarbeiten auf der B 96a in Schönefeld sind ein Klacks im Vergleich zu all den Verkehrsproblemen, die damit verbunden sind", sagt Thomas Mattuschka von der Bauüberwachung des Brandenburgischen Landesbetriebs Straßenwesen mit einem Seufzer. Das Verkehrskonzept für die direkt nach Ostern beginnenden Straßenarbeiten auf dem insgesamt "nur" 700 Meter langen Abschnitt vom S-Bahnhof Schönefeld bis zur A 113, Anschlussstelle Schönefeld-Süd, sei daher weitaus umfangreicher als die eigentlichen Bauunterlagen. Schließlich befinden sich in diesem Bereich zahlreiche Kreuzungen sowie die An- und Abfahrt zum Flughafen. Mit Staus ist daher in jedem Fall zu rechnen.

"Es hilft aber alles nichts, die gesamte Fahrbahndecke muss jetzt erneuert werden, um noch größere Schäden zu verhindern", sagt Mattuschka. An den Kreuzungen befinden sich schon tiefe Spurrinnen, wodurch das Wasser nicht mehr abläuft. Die Fahrbahndecke ist porös, sodass sich Schlaglöcher bilden können.

Die Mitarbeiter der Firma Matthäi fräsen daher ab dem heutigen Dienstag im ersten der sechs geplanten Bauabschnitte von der Kreuzung am City-Hotel (Ausfahrt Flughafen) bis zur A 113 etwa zehn Zentimeter tief die Fahrbahn ab. Anschließend werden Gussasphalt und Asphaltbinder sowie teilweise auch die Borde und Entwässerungsabläufe erneuert. Dazu werden komplette Richtungsfahrbahnen gesperrt und der Verkehr auf die Gegenfahrbahn geleitet. In der jeweiligen Richtung steht den Kraftfahrern dann nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Und dies bei täglich durchschnittlich etwa 16 000 Fahrzeugen.

Mattuschka charakterisiert den Zeitplan als "sportlich". Der erste Bauabschnitt soll am 8. April beendet sein. Insgesamt dauern die Arbeiten voraussichtlich bis 20. Mai. Die Kraftfahrer werden gebeten, die aktuellen Ausschilderungen zu beachten. Pendlern auf dem Weg zur Arbeit empfiehlt der Landesbetrieb Umfahrungen über die A 117 oder die A 10.

In der Hauptverkehrszeit passieren die B 96a in diesem Bereich pro Richtung stündlich mindestens 1000 Fahrzeuge, sodass Staus und längere Wartezeiten bei jeweils nur einer Fahrspur unvermeidlich sind. Die An- und Abfahrt auf die A 113 werden nicht gesperrt, eventuelle Rückstaus sollten aber vor allem Fluggäste bei ihrer Anfahrt berücksichtigen. Zumal aufgrund der Bauarbeiten die Abbiegespuren fehlen, weshalb sich die Räumzeiten an den Kreuzungen erheblich verlängern werden.

Der S-Bahnhof Schönefeld sowie der Flughafen bleiben für die Reisenden aber in jedem Fall erreichbar. Provisorische Bushaltestellen sowie Baustellenampeln sind bereits eingerichtet.

Der Ausbau dieser Straße kostet insgesamt etwa 750 000 Euro, wobei als "Pufferzone" bei möglichen längeren Regenperioden Mattuschka zufolge auch sonnabends gearbeitet wird.

Besonders brenzlig kann es in diesem Verkehrsabschnitt am 16. April werden. An diesem Tag ist rund um den Flughafen eine große länderübergreifende Havarieübung von Rettungskräften geplant.