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Einst Militär – heute Sonnenkraft

Fotovoltaik am Flugzeughanger: Die ersten Solarpaneele auf dem früheren Militärflughafen in Alt Daber in Wittstock sind am Mittwoch montiert worden. Der Solarpark soll 133 Hektar groß werden.
Fotovoltaik am Flugzeughanger: Die ersten Solarpaneele auf dem früheren Militärflughafen in Alt Daber in Wittstock sind am Mittwoch montiert worden. Der Solarpark soll 133 Hektar groß werden. FOTO: ZB
Potsdam. Brandenburg will Konversionsflächen mehr für den Ausbau der erneuerbare Energien nutzen. Das stärke die regionalen Wirtschaftskreisläufe, betonte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) am Mittwoch zum Auftakt des Konversionssommers in Wittstock (Ostprignitz). dpa/roe/vc

Konversion bedeutet die Umwandlung von Militärflächen für die zivile Nutzung. Der Ausbau erneuerbarer Energien müsse vorangetrieben werden, wenn Klimaschutzziele erreicht werden sollen. Er stellte klar, dass dafür der Dialog mit allen Beteiligten erforderlich sei - insbesondere mit den betroffenen Bürgern vor Ort. Gelungenes Beispiel ist nach Angaben von Christoffers die Ansiedlung einer Photovoltaikanlage in der Lieberoser Heide. Die Pacht des Investors wird genutzt, um Munition aus dem Boden zu beseitigen. Wenn die Anlage in etwa 20 bis 25 Jahren ausgedient hat, steht ein über 160 Hektar großes Areal ohne Altlasten bereit.

Ähnliches ist auch in Wittstock geplant. Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Alt Daber entsteht in Kooperation mit der Stadt ein Photovoltaikkraftwerk mit einer Leistung von mindestens 70 Megawatt sowie ein Speicherkraftwerk . In Brandenburg sind im Bereich der erneuerbaren Energien bereits rund 12 000 Arbeitsplätze entstanden. Seit 13 Jahren gibt es im Land die Veranstaltungsreihe Konversionssommer, mit Exkursionen, Ausstellungen oder Workshops.