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Einspülung von Eisenschlamm in Tagebau-Seen wird weiter geprüft

Zum Schutz des Spreewalds wird Eisenocker wie hier bei Spremberg aus der Spree abgetrennt. Der Schlamm muss entsorgt werden.
Zum Schutz des Spreewalds wird Eisenocker wie hier bei Spremberg aus der Spree abgetrennt. Der Schlamm muss entsorgt werden. FOTO: ZB
Potsdam. Die Einspülung von Eisenschlamm in tiefe Tagebauseen wird in Brandenburg weiter untersucht. Angesichts der großen Mengen von Ockerschlamm aus den Fließen im Spreewald müssten neben der Verwertung und der Deponierung weitere Möglichkeiten behördlich geprüft werden, erklärte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Mittwoch im Landtag.

Einen Antrag von CDU und Grünen, die Einspülung des Eisenschlamms in tiefe Gewässer wie den Altdöberner See (Oberspreewald-Lausitz) zu verbieten, lehnte der Landtag mit der rot-roten Regierungsmehrheit ab.

Aus den Fließgewässern und Grubenwasser-Reinigungsanlagen in Brandenburg werden jährlich mehr als 70 000 Tonnen Eisenhydroxid ausgebaggert, die aus alten Braunkohle-Tagebauen ausgespült werden. Die Kapazitäten zur Lagerung auf Deponien reichten nicht aus, sagte Gerber. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) prüft daher eine Einspülung des Schlamms auf den Grund des Altdöberner Sees. Dagegen läuft eine Bürger-Initiative Sturm.