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Ehemals volkseigene Agrarflächen sind deutlich teurer geworden

Berlin. Die früheren volkseigenen Wälder, Weiden und Äcker in Brandenburg sind deutlich teurer geworden. Pro Hektar wurden im vergangenen Jahr im Durchschnitt 8939 Euro fällig und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) am Donnerstag in Berlin mitteilte. dpa/kr

Brandenburg ist damit vergleichsweise günstig: Durchschnittlich wurden in Ostdeutschland 12 640 Euro pro Hektar bezahlt, ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

Zu den Ursachen für den Preisanstieg zählt die Gesellschaft neue Privatisierungsgrundsätze, nach denen ortsansässige Pächter die Flächen leichter direkt kaufen können. Außerdem gebe es deutlich mehr Gebote, wenn Äcker und Weiden ausgeschrieben werden.

Bundesweit steigt die Nachfrage nach Ackerland, etwa weil wegen der Energiewende Platz für Stromtrassen und den Anbau von Energiepflanzen wie Raps oder Mais gebraucht wird.

Insgesamt verkaufte die Gesellschaft in Brandenburg Wälder, Weiden und Äcker mit einer Fläche von 16 000 Hektar. Das entspricht fast der Fläche Potsdams. Der Großteil ging an ortsansässige Bauern. Oft hätten Pächter die Flächen ohne Ausschreibung übernehmen können. 14 Prozent gingen an Alteigentümer.

Aus dem Verkauf flossen insgesamt 127 Millionen Euro in die Staatskasse. Für dieses Jahr hat sich das Unternehmen vorgenommen, in Brandenburg 10 100 Hektar zu veräußern und dafür 76 Millionen Euro zu erlösen. Insgesamt hat die BVVG in den vergangenen 20 Jahren rund 423 000 Hektar verkauft, das ist etwa ein Siebtel der Fläche Brandenburgs.