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| 12:44 Uhr

Studentenzahl und Wohnheimplätze
Viel Wohnraum für Studenten in Brandenburg und Sachsen

Wohnheim des Studentenwerkes in der Cottbuser Universitätsstraße. Für Studierende in Brandenburg und Sachsen gibt es viele Unterkünfte.
Wohnheim des Studentenwerkes in der Cottbuser Universitätsstraße. Für Studierende in Brandenburg und Sachsen gibt es viele Unterkünfte. FOTO: Adelheid Floß
Cottbus. Ein neues Rekordhoch bei der Zahl der Studierenden, aber die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze wächst kaum: Diese negative Entwicklung belegt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit einer neuen Publikation. Von Sybille von Danckelman

Für Brandenburg und Sachsen trifft das nicht zu: Die Länder liegen mit einer zweistelligen Versorgungsquote weit über dem Durchschnitt. Das Studentenwerk fordert die Bundesregierung nun auf, rasch in die im Koalitionsvertrag festgelegte Förderung von Wohnheimplätzen für Studierende einzusteigen.

Gemäß der neuen DSW-Publikation „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2018“ gibt es derzeit rund 243 000  staatlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende; 194 000  bei den Studenten- und Studierendenwerken, 49 000 bei anderen Trägern. Rund 16 000 Plätze sind aktuell in Planung oder im Bau. Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, ist die Zahl der Studierenden auf dem Rekordhoch von 2,867 Millionen angelangt.

Laut DSW hinkt diesem Rekordhoch aber die Versorgung mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen stark hinterher: Betrug das Verhältnis Studierende – geförderte Wohnheimplätze im Jahr 2011 noch 11,24 Prozent, liegt die Unterbringungsquote aktuell bei nur noch 9,6. Im Jahr 1991 lag die Quote bei fast 15 Prozent. Die wenigsten Wohnheimplätze gibt es in Berlin, hier liegt die Quote bei 5,9 Prozent, Bremen, Schleswig-Holstein und Hessen sind nicht viel besser.

Einen hohen Versorgungsgrad mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen haben hingegen Brandenburg (15,19 Prozent) und Sachsen (14,79 Prozent). Für Cottbus werden in der Broschüre 1629 Plätze in sechs Wohnheimen ausgewiesen.

Das macht bei 6730 Studenten (Wintersemester 2017/18) eine Unterbringungsquote von 24,21 Prozent. Der Standort Senftenberg der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) kommt bei 1407 Studenten und 414 Plätzen sogar auf eine Quote von 29,42 Prozent. Potsdam hat 2988 Wohnheimplätze, aber bei 25 521 Studenten macht das eine Quote von nur 11,71 Prozent.

Auch die Hochschule Zittau/Görlitz kommt auf eine hohe zweistellige Quote: 20,03 Prozent stehen für 770 Plätze bei 3343 Studenten.

Unterm Strich aber bleibt für DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde stehen: „Die Schere zwischen der Zahl der Studierenden und der Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze darf nicht noch weiter auseinandergehen. Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein.“