In Brandenburg ist die bislang größte Menge Kokain sichergestellt worden. 660 Kilogramm der illegalen Droge entdeckte die Polizei bereits am Freitag. Das Rauschgift hat einen Marktwert von 50 Millionen Euro. Versteckt war das Kokain in Kisten, die mit Bananen getarnt waren, heißt es in einer Mitteilung von Polizeisprecher Torsten Herbst.
Bereits am Freitag, 26. August, hatte sich ein Lieferant für Obst und Gemüse aus Groß Kreutz im Landkreis Potsdam-Mittelmark bei der Polizei gemeldet. Ihm waren beim Auspacken der Bananen die eingeschweißten Pakete à ein Kilogramm in die Hände gefallen. Ein Schnelltest vor Ort ergab, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Kokain handelt. Weitere Laboruntersuchungen werden folgen. „Dabei wird auch der Reinheitsgrad bestimmt“, sagte Polizeisprecherin Stefanie Klaus am Montag, 29. August.
Zu einem späteren Zeitpunkt und nach Abschluss aller Ermittlungen wird das Kokain irgendwann vernichtet werden. Auf welche Weise das geschieht und an welchem Standort, teilte die Polizei nicht mit. Der Lieferant und Entdecker der Drogen erhält den Angaben zufolge keine Belohnung.

Fracht kam per Containerschiff

Vermutet wird, dass die Kisten durch ein Versehen in Groß Kreutz gelandet sind. Jetzt soll geprüft werden, woher die Ware stammt und wohin sie geliefert werden sollte. Bereits bekannt ist, dass die Drogen mit einem Containerschiff nach Deutschland gelangten. Gestartet war die Fracht in Kolumbien. Das südamerikanische Land gilt als weltweit größter Kokain-Produzent. In der Vergangenheit gab es in Brandenburg bereit einige größere Kokainfunde.
Nach Angaben der Polizei hat es im vorigen Jahr einen deutlichen Anstieg in Bereich der Rauschgiftkriminalität im Norden (1.472 Straftaten) und Osten (3.495) des Landes Brandenburg gegeben. Dagegen sank die Zahl der erfassten Fälle in der Direktion Süd von 1718 auf 1499.
Die Polizei in Cottbus geht jedoch davon aus, dass ein großer Teil der gestiegenen Diebstähle im Zusammenhang mit der sogenannten Beschaffungskriminalität steht.