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| 10:48 Uhr

Dresdner und Berliner nach Kinderporno-Razzia verhaftet

FOTO: Uli Deck (dpa)
Dresden/Berlin. Beim Schlag gegen die europaweit größte Kinderpornografie-Plattform im Darknet haben Ermittler weltweit 14 Verdächtige festgenommen. Wie das Bundeskriminalamt am Freitag mitteilte, wurden zwei der Verdächtigen in Dresden und Berlin verhaftet. dpa

Zwölf der Verdächtigen wird sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen, wie die ermittelnde Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt am Freitag in Wiesbaden mitteilten. Sieben Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft, auch die beiden Männer aus Dresden und Berlin. Weitere Details nennt das BKA nicht und verweist auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaften vor Ort.

Die Plattform "Elysium" war international ausgerichtet und verfügte über Chatbereiche in deutscher, englischer, französischer, spanischer und italienischer Sprache. Die europäische Polizeibehörde Europol und Behörden in Österreich, Italien, Neuseeland und Australien unterstützen die Ermittlungen.

Hauptbeschuldigter ist ein 39-Jähriger aus dem Kreis Limburg-Weilburg in Hessen - er war der mutmaßliche Administrator der Plattform. Ein 61-Jähriger aus dem Kreis Landsberg am Lech in Bayern soll als Grafiker für das Erscheinungsbild der Plattform verantwortlich gewesen sein. Ihm wird die bandenmäßige Verbreitung kinderpornografischer Schriften und schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in drei Fällen vorgeworfen. Die Opfer im Alter von fünf und sieben Jahren sollen die Kinder eines 28 Jahre alten österreichischen Beschuldigten sein. Dem 61-Jährigen wird außerdem die Herstellung kinderpornografischer Schriften vorgehalten. Er sitzt in U-Haft.

Ein 56-Jähriger aus dem Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg wird verdächtigt, kinderpornografische Schriften verbreitet zu haben. Er soll die Plattform betreut und die Chats eröffnet haben.

Der 28 Jahre alte Österreicher steht unter Verdacht, kinderpornografische Schriften verbreitet, seine beiden Kinder über Jahre hinweg schwer sexuell missbraucht und dem Verdächtigen aus Bayern sowie dem 40 Jahre alten Österreicher zur Verfügung gestellt zu haben.