| 12:57 Uhr

Drei Tage Sonderurlaub für Brandenburgs G20-Polizisten

Polizisten stehen am 07.07.2017 im Schanzenviertel in Hamburg.
Polizisten stehen am 07.07.2017 im Schanzenviertel in Hamburg. FOTO: Bodo Marks (dpa)
Potsdam.. Am Mittwoch hat sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an die Polizisten gewandt, die bei den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg im Einsatz waren. Neben Dank gab es Sonderurlaub. bob/mit dpa

Es hat ein wenig gedauert, aber am Mittwoch hat auch Brandenburgs Landesvater den Polizisten persönlich für ihren Einsatz in Hamburg gedankt. Bei einem Besuch im Polizeipräsidium in Potsdam sprach er direkt zu den Einsatzkräften. "3 Tage Sonderurlaub auch für Brandenburgs Beamte nach #G20HAM17 . Ministerpräsident Woidke & Innenminister Schröter danken Einsatzkräften", twitterte das Social Media-Team der Polizei anschließend.

Andere Bundesländer hatten es vorgemacht und schon unmittelbar nach der Rückkehr der Polizisten Dank und Sonderurlaub erklärt. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) etwa erklärte schon am Montag, die Polizisten seien an die Grenzen ihrer Belastung gegangen. "Ich habe deshalb entschieden, allen Beamten, die in Hamburg im Dienst waren, drei Tage Sonderurlaub zu gewähren."

Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt hatten am Dienstag reagiert. Die rund 600 beim G20-Gipfel in Hamburg eingesetzten sächsischen Polizisten etwa werden mit Freizeit und Geld belohnt. Sie erhalten einen Tag Sonderurlaub und 500 Euro. "Unsere Polizistinnen und Polizisten haben in Hamburg über mehrere Tage bis an den Rand der Erschöpfung gearbeitet", sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Aus Brandenburg waren rund 500 Polizisten in Hamburg im Einsatz. Dazu zählen drei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, motorisierte Lotsendienste, Wasserschutzpolizei und weitere Experten. Eingesetzt wurden die Brandenburger Polizisten unter anderem im Objektschutz für die Staatschefs, etwa von Russlands Präsident Wladimir Putin.

Nach Angaben der Polizei gab es rund um den G20-Gipfel in Hamburg 37 Haftbefehle gegen Randalierer, 476 Beamte seien verletzt worden. Insgesamt waren mehr als 20 000 Polizisten im Einsatz.