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| 20:32 Uhr

Strukturwandel
Domowina sucht Lausitz-Visionen

Sorben und Wenden wollen den Strukturwandel in der Lausitz mitgestalten und werden ihre Ideen bei einer Konferenz in Senftenberg definieren.
Sorben und Wenden wollen den Strukturwandel in der Lausitz mitgestalten und werden ihre Ideen bei einer Konferenz in Senftenberg definieren. FOTO: dpa / Miriam Schönbach
Bautzen/Senftenberg. Perspektiven statt Luftschlösser – die Sorben definieren ihre Ideen für den Strukturwandel. dpa

Die Zukunft der Lausitz aus dem Blickwinkel der Sorben/Wenden ist Thema einer Konferenz am 13. und 14. September zum Strukturwandel der Region.

Mit dem Treffen in Senftenberg solle ein erstes Zukunftsbild für künftige Generationen nach dem Ende des Braunkohleabbaus entworfen werden, sagte die Wirtschaftsdezernentin im Landkreis Görlitz, Heike Zettwitz, am Dienstag in Bautzen. „Wir haben eigene Ideen für diese Region.“ Die Konferenz organisiert die Domowina – der Bund Lausitzer Sorben – zusammen mit der Zukunftswerkstatt Lausitz in Trägerschaft des Landkreises Görlitz.

„Diese Region ist durch ihre Zweisprachigkeit und ein sorbisches/wendisches Volk, was sehr verwurzelt ist, geprägt. Wir müssen deshalb hier vor Ort für uns Perspektiven finden“, sagte der Domowina-Vorsitzende David Statnik. Die strukturellen und sozialen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem geplanten Kohleausstieg seien enorm und vergleichbar mit dem Wandel nach der Wende, wo Tausende Arbeitsplätze wegfielen.

Für die Konferenz in Senftenberg sind Vorträge, Gespräche und Workshops geplant. Zettwitz betrachtet sie als Auftakt zu einem „Leitbild-Prozess“. An der Zukunftsvision einer lebenswerten, prosperierenden, zweisprachigen und bikulturellen Lausitz sollten sich alle beteiligen.

Zu dem Treffen an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Senftenberg sind Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Wissenschaft, Kirche, Kultur und Regionalplanung eingeladen.