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Die Nacht zum Tag gemacht

Im Potsdamer Landtag wird die Nacht zum Tag gemacht. Immer länger werden derzeit die Sitzungen des Landesparlaments, immer mehr Anträge von Regierung und Opposition finden sich auf den Tagesordnungen.

Rekordhalter sind wohl derzeit die drei Abgeordneten der Freien Wähler, die für die Sitzung in der vergangenen Woche immerhin 16 Vorlagen erarbeiteten. Mit dem Effekt, dass die Parlamentarier von 9 Uhr morgens bis 21 Uhr am Abend im Potsdamer Stadtschloss tagten.

Und sich die Fraktionen kreative Maßnahmen einfielen ließen, um Zeit zu sparen. So hatten die Vertreter des Regierungslagers festgestellt, dass SPD und Linke im Grunde einer Meinung waren: Statt eines Redebeitrags der SPD und eines Redebeitrags der Linken redete ein Abgeordneter der Koalition für beide. Noch weniger Redezeit verbrauchten die Abgeordneten nur, als die zunehmend rechtsradikal auftretende Alternative für Deutschland (AfD) einen Antrag zu Flüchtlingsheimen stellte: Die Abgeordnete Barbara Richstein (CDU) sprach als einzige der übrigen Parteien dazu - und nutzte die Gelegenheit zu einer deutlichen Distanzierung von der Xenophobie der AfD.