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| 20:14 Uhr

Aktion der Kammern
Rückkehrertage erwarten Ansturm

Cottbus. Viele Angebote nach Weihnachten in der Lausitz. Höchste Rückkehrerrate im OSL-Kreis. Christian Taubert

Der Cottbuser Personalvermittler Steffen Sickert hat in den zurückliegenden Jahren weit mehr als 120 Rückkehrern den Weg in Lausitzer Unternehmen geebnet. Dabei habe er Jahr für Jahr sein Netzwerk und damit die Jobangebote erweitern können.

Bei den Rückkehrertagen zwischen Weihnachten und Neujahr erwarten die Agentur für Arbeit, Kammern und Behörden erneut einen Ansturm. Im Vorjahr waren es zwischen Cottbus, Schwarzheide und Bautzen weit über Tausend Interessenten. „Wie viele tatsächlich zurück in die Lausitz gekommen sind, wird nicht erfasst“, sagt Anja Schilde von der Cottbuser Arbeitsagentur. Denn nach ersten Kontakten werde mit Arbeitgebern direkt verhandelt.

Abteilungsleiter Andreas Heinrich vom Landratsamt Bautzen verweist auf die immer größere Resonanz der Rückkehrertage. „Wir erhalten viele E-Mails mit Jobnachfragen.“ Potenzielle Rückkehrer würden zudem im Westen verbreiten, „dass sich hier bei uns etwas entwickelt“.

Nach einer Studie des Leibniz-Instituts für Länderkunde Leipzig hat im Vorjahr der Oberspreewald-Lausitz-Kreis mit einer Rückkehrerrate von rund neun Prozent an der Spitze in der Region rangiert. Die Forscher verweisen zudem darauf, dass Rückwanderung im Osten zu einem Hoffnungsträger bei der Bewältigung demografischer Probleme geworden sei. Das gelte umso mehr, als Ostdeutsche, die in ihre Heimatregionen zurückkehren, im Vergleich zu den nicht nach Westdeutschland abgewanderten Beschäftigten deutlich jünger sind und überwiegend im ländlichen Raum leben.