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Gesundheit
Die Lausitz ist masernfrei

Die Kombiimpfung für Masern, Mumps und Röteln ist in der Lausitz weit verbreitet.
Die Kombiimpfung für Masern, Mumps und Röteln ist in der Lausitz weit verbreitet. FOTO: Marius Becker / dpa
Potsdam. Die Zahl der Masern-Erkrankungen steigt in Deutschland wieder an, nicht aber in der Lausitz. Hier wurden laut Robert-Koch-Institut 2017 keine Fälle gemeldet.

In Brandenburg insgesamt ist die Zahl der Erkrankungen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. 2017 gab es acht Fälle von Masern, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. 2016 hatte es mit 34 Fällen noch viermal so viele gegeben. Im zurückliegenden Jahr verteilten sich die Masern-Erkrankungen den Angaben zufolge auf Potsdam (3), den Landkreis Potsdam-Mittelmark (2) sowie auf die Kreise Barnim, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming (jeweils 1). Die Lausitz weist keinen Fall auf.

Ähnlich sieht es in Sachsen aus. Dort gab es laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 2017 insgesamt 71 Fälle, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. In den Kreisen Bautzen und Görlitz war allerdings kein Fall registriert.

Deutschlandweit erkrankten 2017 etwa dreimal so viele Menschen an Masern wie im Vorjahr. Laut Robert Koch-Institut wurden bis zum 17. Dezember 919 nachgewiesene Fälle registriert. Im gesamten Jahr 2016 waren es 325.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg ist die Impfquote gegen Masern in Brandenburg vergleichsweise hoch. Bei Schulanfängern etwa habe sie im Jahr 2016 bei 95,2 Prozent gelegen, bei Schulabgängern bei 96,2 Prozent, bei Kleinkindern bei der Erstimpfung gar bei 98,5 Prozent.

Masern gehen zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Die Infektion schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden.

(dpa/bob)