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Die Opfer von Serienmörder Wolfgang Schmidt

Erstes Opfer Edeltraut N. (51) ist das erste Opfer von Wolfgang Schmidt. Auf der Suche nach Damenunterwäsche bricht er am 24. Oktober 1989 in ihren Bungalow in Deetz (Potsdam-Mittelmark) ein. Als er sich davonschleichen will, erwischt die gelernte  Verkäuferin den Dieb am Hinterausgang. Er trägt Frauenkleider unter einem blauen Overall. Schmidt greift die Frau sofort an. Er  würgt sie mit beiden Händen. Den bewusstlosen Körper schleift er in den Bungalow. Dort zertrümmert er ihren Kopf mit einem schweren Hammer. Der 23-jährige kräftige Mann will das vermutlich bereits tote Opfer sexuell missbrauchen. Schafft es aber nicht, weil er Erektionsprobleme hat. Schmidt benutzt eine Haushaltskerze, die später mit Kot verschmiert am Tatort gefunden wird. Das Opfer verschnürt er in eine gelbe Decke. Er will die Leiche in der Havel versenken. Der Plan scheitert, weil ein Nachbar auf ihn aufmerksam wird. Im Bungalow sichern Kriminaltechniker auch einen Abdruck, der zum Schuh eines sogenannten Sonderbedarfsträgers (Staatssicherheit, Polizei) passt. Der Täter begann 1985 eine Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei, wurde aber im April 1989  aus dem Dienst entlassen. Der Ehemann von Edeltraut N. wird Monate später Selbstmord begehen. Er war immer wieder der Tat verdächtigt worden.

Die Opfer von Serienmörder Wolfgang Schmidt

Zweites Opfer Christa N. ist Alkoholikerin. Sie lebt auf einer Mülldeponie bei Ferch (Potsdam-Mittelmark), die von ihrem Ex-Ehemann verwaltet wird. Es ist der 24. Mai 1990, als Jugendliche die betrunkene Frau in ihrem Wohnwagen terrorisieren. Es ist Herrentag. Wolfgang Schmidt ist, wie zu diesem Feiertag nicht unüblich, mit einem Schlafanzug unterwegs. Er will sich angeblich mit Freunden treffen, macht aber einen Abstecher zu der Deponie, um Damenunterwäsche zu sammeln. Durch den Krach der Jugendlichen will er auf den Wohnwagen der Frau aufmerksam geworden sein. Als die jungen Männer verschwinden, nährt er sich dem Wagen und öffnet die Tür. Christa N. schreit ihn an. Er will, dass sie ruhig ist, legt seinen rechten Arm um ihren Hals und drückt zu. Die 45-Jährige kann sich noch kurz befreien. Sie läuft aus dem Wohnwagen, ist aber zu betrunken, um zu fliehen. Wolfgang Schmidt holt sie ein. Er nimmt ein Elektrokabel und würgt sie von hinten, bis die Frau zusammenbricht. Den Leichnam von Christa N. schleift Wolfgang Schmidt mit Hilfe eines Campingstuhls in einen hinteren Teil der Müllkippe. Dort vergeht er sich an der toten Frau. Ihr Ex-Ehemann findet sie einen Tag später unter einem Haufen Müll. Eine Verbindung zum ersten Mord kann die Polizei zunächst nicht herstellen. Für die Kriminaltechniker ist die Beweissicherung auf der Deponie ein Alptraum.

Die Opfer von Serienmörder Wolfgang Schmidt

Drittes Opfer Inge F. ist eine blonde, kräftig gebaute Frau. Am 19. März 1991 besucht die gelernte Köchin eine Freundin in Borkheide (Potsdam-Mittelmark). Sie reden viel über Arbeitslosigkeit und Eheprobleme. Kurz nach 17 Uhr macht sich die 34-jährige Frau auf den Heimweg ins drei Kilometer entfernte Neuendorf. Es geht ein Stück durch den Wald. Dort wird Inge F. kurz vor dem Verbrechen noch von einer Frau mit Hund gesehen. Die Zeugin sagt später vor Gericht aus, Inge F. habe einen ängstlichen Eindruck gemacht. Wolfgang Schmidt tanzt zu dieser Zeit schon eine halbe Stunde in Damenunterwäsche durch den Wald. Er ist auf der Suche nach einer Frau, mit der er Geschlechtsverkehr haben möchte. Um sich des Opfers zu bemächtigen, würgt er es mit beiden Händen. Inge F. wehrt sich heftig, bis der Täter ihr mit einem Messer in Hals und Oberkörper sticht. Ihre Schlagader wird dabei verletzt. Schmidt packt die Frau am Boden an den Füßen. Den blutverschmierten Körper zieht er in eine Kiefernschonung. Dort zieht er der vermutlich bereits toten Frau ein blaues Bikinioberteil an. Er missbraucht sie auf verschiedene Weise. Der Leichnam wird zwei Tage später bei einer polizeilichen Suchaktion unter Moos und Zweigen bedeckt gefunden. In der Umgebung liegt Damenwäsche. Bei der Polizei kommt der erste Verdacht auf, dass es sich um einen Serienmord handelt.

Die Opfer von Serienmörder Wolfgang Schmidt

Opfer vier und fünf Tamara P. (44) ist die Ehefrau eines russischen Arztes, der in Beelitz-Heilstätten arbeitet. Damals ist es das größte russische Krankenhaus außerhalb Russlands. Am 22. März 1991 ist sie mit ihrem drei Monate alten Sohn Stanislaw unterwegs. Der Junge liegt in einem Kinderwagen. Der Mord an Mutter und Sohn wird als das schlimmste Verbrechen von Wolfgang Schmidt betrachtet. Es ist die Brutalität, mit der er das Baby tötet. Weil Stanislaw nicht aufhört zu weinen, nimmt er das Kind aus dem Wagen und wirft es mit voller Wucht auf einen Baumstamm. Dann war es „sofort still“, beschreibt er die Situation später bei der Polizei. Nicht geklärt ist, ob er noch mit seinem Fuß auf das Baby trat. Es gibt Indizien dafür. Tamara P. stirbt noch vor ihrem Kind. Sie wird mit einem Büstenhalter erdrosselt und missbraucht. Die Leiche finden russische Militärangehörige einen Tag später bei einer Suchaktion. Der Körper ist mit gefällten Kiefern verdeckt. Alles weist auf ein Sexualverbrechen hin. Wieder wird Unterwäsche gefunden. Zu dem Zeitpunkt werden die Gerüchte in der Bevölkerung lauter, dass der Täter womöglich in der rund um Beelitz stationierten russischen Armee zu suchen ist.

Die Opfer von Serienmörder Wolfgang Schmidt

Sechstes Opfer Es ist der 5. April 1991, an dem zwei zwölfjährige Mädchen bei Sputendorf (Potsdam-Mittelmark) unterwegs sind. Die eine will der anderen ein totes Tier im Wald zeigen. Was sie finden, ist Wolfgang Schmidt, der die Kinder sofort mit einem Messer angreift und mehrfach zusticht. Die beiden Mädchen überleben nur, weil sich das eine befreien kann. Wolfgang Schmidt sagt später bei der Polizei, er wollte keine Zeugen – „Beide oder Keine“. Anschließend steigt er in einen Zug. Es geht von Rehbrücke nach Beelitz-Heilstätten. Der Täter ist frustriert über den missglückten Überfall auf die Kinder. Zu Fuß läuft er in Richtung Fichtenwalde. Dort bricht er in das Haus der 66-jährigen Talita B. ein. Er ist schon einige Zeit im Haus, als er Geräusche aus dem Erdgeschoss hört. Talita B. liegt kurz vor 22 Uhr bereits im Bett. Sie wird mit einem Unterhemd erdrosselt. Wolfgang Schmidt missbraucht die tote Frau. Die Leiche wird erst am 18. April 1991 gefunden.


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