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| 13:36 Uhr

Konjunktur
Auftragsbücher im Brandenburger Handwerk bleiben voll

Potsdam/Cottbus. Die Stimmung bei den Kunden ist aber eher nicht so gut.

Das brandenburgische Handwerk bleibt auch im Herbst in Hochstimmung. Aus Konjunktur-Umfragen geht hervor, dass fast alle der befragten Firmen ihre Geschäftslage mit gut oder zufriedenstellend bewerten, wie die Handwerkskammern in Potsdam und Cottbus am Dienstag mitteilten. Genauso sieht es in Ostbrandenburg aus. Das Ganze hat allerdings eine Kehrseite: Kunden müssen weiter wochenlang auf den Handwerker warten. In Westbrandenburg etwa durchschnittlich elf Wochen.

Die Konjunkturumfragen werden regelmäßig im Frühjahr und Herbst veröffentlicht. In Südbrandenburg zum Beispiel schätzen von den befragten Firmen nur rund drei Prozent ihre Geschäftslage als schlecht ein. In Ostbrandenburg sind es vier Prozent und auch in Westbrandenburg ist die Lage ähnlich. Treiber ist die Bau- und Immobilienbranche. Handwerksbetriebe der Bau- und Ausbaugewerke bekommen viele Aufträge.

Aber nicht überall läuft es durchgehend rosig. In Südbrandenburg büßte im Kfz-Gewerbe nach Handwerkskammer-Angaben fast ein Viertel der befragten Firmen Umsatz ein - im Vorjahr war das nicht so. Kfz-Werkstätten in Westbrandenburg hingegen bewerten ihre Geschäftslage als positiv, in diesem Handwerksbereich wurden die meisten neuen Stellen geschaffen.

Laut Handwerkskammer Potsdam klagten Firmen auch über gestiegene Einkaufspreise für Rohstoffe und Material. „Während bei den Nahrungsmittelgewerken besonders die erhöhten Energiekosten und Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte negative Auswirkungen zeigen, sieht sich das Baugewerbe beispielsweise mit deutlich gestiegenen Kosten für Baustoffe und -produkte sowie steigenden Entsorgungskosten konfrontiert“, hieß es.

(dpa)