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Paketerpresser
DHL-Bomber: Viele Hinweise, aber noch keine heiße Spur

Die Polizei rechnet mit weiteren Brandbomben des DHL-Erpressers.
Die Polizei rechnet mit weiteren Brandbomben des DHL-Erpressers. FOTO: Daniel Bockwoldt / dpa
Potsdam. In Brandenburg sucht die Polizei nach dem DHL-Erpresser, der Brandbomben per Post verschickt. „Zahlreiche Hinweise“ hat die Polizei erhalten, aber offenbar noch keine heiße Spur. Von Bodo Baumert

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Ermittlungsgruppe „Luise“ wurde mittlerweile auf 50 Kriminalisten aufgestockt. Sie sollen herausfinden, wer hinter dem Erpressungsversuch steckt. Am Freitag war ein verdächtiges Paket bei einem Apotheker abgegeben worden, der sein Geschäft direkt am Potsdamer Weihnachtsmarkt hat. In dem Paket befanden sich Hunderte Nägel und ein sogenannter Polenböller. So werden umgangssprachlich Feuerwerkskörper bezeichnet, die wegen Sicherheitsmängel in Deutschland illegal sind. Anfang November war laut Polizei ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) gesendet worden. Dieses sei beim Öffnen in Brand geraten.

Seit Sonntag fahndet die Polizei auch öffentlich nach dem oder den Täter(n). Gesucht werden unter anderem Zeugen, die etwas zum Aufgabe-Ort des letzten Paketes in der Potsdamer Kantstraße berichten können. „Bei uns sind zahlreiche Hinweise eingegangen, denen wir aktuell nachgehen“, berichtet die Pressestelle der Polizei am Montagmorgen. „Der entscheidende Tipp war bisher noch nicht dabei.“

Weiterhin werden zeugen gesucht. Ein Hinweistelefon wurde eingerichtet, das rund um die Uhr besetzt ist: 0331-505950.

Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen für möglich oder sogar wahrscheinlich. Der Potsdamer Sendung habe eine Nachricht beigelegen, sagte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Sonntag. Diese sei als sogenannter QR-Code im Internet verschlüsselt, aber eindeutig rekonstruiert worden.