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| 19:39 Uhr

Startschuss für neue Ermittlungsgruppe
Deutsche und polnische Polizisten haben gemeinsam Autodiebe im Visier

Heute fällt in Frankfurt (Oder) der Startschuss für die Zusammenarbeit von deutschen und polnischen Polizisten in Sachen grenzüberschreitender Kfz-Kriminalität.
Heute fällt in Frankfurt (Oder) der Startschuss für die Zusammenarbeit von deutschen und polnischen Polizisten in Sachen grenzüberschreitender Kfz-Kriminalität. FOTO: Patrick Pleul / ZB
Frankfurt (Oder). Die Brandenburger Polizei intensiviert ab Mittwoch, 25. April, die Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kfz-Kriminalität. Von Frank Hilbert

Der Kommandant der Polizei in der Woiwodschaft Lebuser Land und der Polizeipräsident des Landes Brandenburg Hans-Jürgen Mörke hatten hierzu Anfang April eine Vereinbarung unterzeichnet.

In dieser Ermittlungsgruppe sollen zukünftig bis zu 20 Mitarbeiter der polnischen Polizei sowie des Landeskriminalamtes Brandenburg zusammenarbeiten. Ein erstes Arbeitstreffen wird es am Mittwoch, 25. April, in Frankfurt (Oder) geben, informiert die Polizei weiter.

Ziel dieser operativen „Ermittlungsgruppe (OEG) Kfz“ wird die Verhinderung, Aufklärung und Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kfz-Kriminalität sein. Insbesondere die gemeinsame Identifizierung und Verfolgung von Straftätern sollen erleichtert und Ermittlungen beiderseits der Grenze gemeinsam geplant und durchgeführt werden.

Im Jahr 2017 wurden in Brandenburg weniger Kraftfahrzeuge gestohlen als im Jahr zuvor. Insgesamt wurden 2513 Fahrzeuge entwendet, das sind 348 weniger als im Jahr 2016. Brandenburg verzeichnet damit einen Rückgang um gut zwölf Prozent und liegt nun etwas besser als im Jahr 2015. Die Aufklärungsquote konnte leicht auf 20,2 Prozent gesteigert werden, betont die Polizei.

Hintergrund

Auf der Grundlage des Artikels 12 des Abkommens zwischen den Regierungen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland über die Zusammenarbeit der Polizei-, Grenz- und Zollbehörden vom 15. Mai 2014 können zentrale oder auch Grenzbehörden operative Ermittlungsgruppen einrichten, sofern die dort jeweils geführten Ermittlungen in einem Sachzusammenhang stehen. Die zuständigen Polizeibehörden der Woiwodschaft Lebuser Land sowie des Landes Brandenburg machen gemeinsam erstmals davon Gebrauch.

Zuvor hatte die Brandenburger Polizei bereits entsprechende Ermittlungsgruppen mit dem Zentralen Ermittlungsbüro der polnischen Polizei zur Bekämpfung des Diebstahls aus Solarparks sowie der Angriffe auf Geldausgabeautomaten eingerichtet. Beide Ermittlungsgruppen haben zum Zurückdrängen der Kriminalitätsphänomene geführt.