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| 06:16 Uhr

Kriminalität
Deutlich weniger Wohnungseinbrüche in Brandenburg

Ein Mann hebelt ein Fenster auf. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv
Ein Mann hebelt ein Fenster auf. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv FOTO: Frank Rumpenhorst
Potsdam. Jahrelang ist in Brandenburg die Zahl der Wohnungseinbrüche ständig gestiegen, doch inzwischen sieht die Polizei Erfolge ihrer Präventionsarbeit. Die Zahlen sind deutlich gesunken. Allerdings: Im polnischen Grenzgebiet liegen die Zahlen auf Vorjahresniveau. dpa

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Brandenburg ist in der ersten Hälfte dieses Jahres weiter deutlich zurückgegangen. Bis Ende Juni verzeichnete die Polizei knapp 1500 Fälle. Dies seien 18,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als noch mehr als 1800 Fälle gemeldet wurden, sagte Polizeisprecher Torsten Herbst auf Anfrage. In nur zwölf Fällen seien die in diesem Jahr ermittelten Täter Zuwanderer gewesen.

In den ersten Halbjahren 2015 und 2016 wurden noch knapp 2600 beziehungsweise rund 2200 Wohnungseinbrüche gemeldet. „In erster Linie zeigt sich nun der Erfolg unserer Präventionsarbeit“ , sagte Herbst. „Die Besitzer sichern ihre Einfamilienhäuser besser.“

Hinzu kämen Ermittlungserfolge, sagte der Sprecher. So habe die Polizei vor kurzem eine Einbrecherbande aus Chile schnappen können, die ihre Beute 12 000 Kilometer in die Heimat verfrachtet habe. Auch in gemeinsamen Ermittlungen mit der polnischen Polizei habe man Einbrechern das Handwerk legen können. In den Gemeinden an der polnischen Grenze blieb die Zahl der Einbrüche mit knapp 100 allerdings in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dort hatte es im ersten Halbjahr 2015 noch 114 Einbrüche gegeben.

Auf das gesamte Jahr gesehen, hatte die Zahl der Wohnungseinbrüche in Brandenburg im Jahr 2015 mit 4436 Fällen einen Höchststand erreicht. Die Zahl der erfassten Fälle sank ein Jahr später auf 4180 und im vergangenen Jahr auf 3167.