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Dem Eichenprozessionsspinner geht es an den Kragen

ARCHIV - Mit einem Spezialsauger und in Schutzanzug entfernt ein Mitarbeiter einer Baumpflegefirma am 10.06.2014 in Hamburg ein „Nest“ mit Raupen von Eichen-Prozessionsspinnern.
ARCHIV - Mit einem Spezialsauger und in Schutzanzug entfernt ein Mitarbeiter einer Baumpflegefirma am 10.06.2014 in Hamburg ein „Nest“ mit Raupen von Eichen-Prozessionsspinnern. FOTO: Bodo Marks (dpa)
Lausitz. Dem Eichenprozessionsspinner geht es wieder an den Kragen: Von Ende April an soll er in Brandenburg wieder mit Schädlingsbekämpfungsmitteln aus der Luft besprüht werden. 14 Tage lang seien diese Aktionen über Eichenwäldern geplant, teilte das Umweltministerium mit. dpa

Schwerpunkte lägen in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Havelland. Dabei würden etwa 1 200 Hektar Waldfläche behandelt. Dafür plant das Ministerium Mittel in Höhe von 350 000 Euro ein. Der Befall ist laut Ministerium in diesem Jahr geringer als 2014. Das sei eine Folge der Sprühaktionen vergangener Jahre.

Der NABU Brandenburg kritisiert den großflächigen Einsatz des Insektizids in Wäldern. Das Gift-Sprühen stelle einen massiven Eingriff in das sensible Waldökosystem dar. Zum Schutz der Menschen fordert der NABU eine Bekämpfung des Pflanzenschädlings in der Nähe von Gebäuden, Spielplätzen oder Schulen. Der Eichenprozessionsspinner sollte abgesaugt und verbrannt und nicht mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt werden.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit 2004 massiv in Brandenburg aus und verursacht Fraßschäden an Bäumen. Die Brennhaare der Raupen können Menschen und Tieren gefährlich werden. Sie lösen bei Kontakt allergische Reaktionen aus.