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| 15:10 Uhr

Landtagswahl 2019
Woidke soll Landtags-Mandat wieder direkt holen

Dietmar Woidke (l.) tritt im Wahlkreis 41 bei der Landtagswahl an, Spree-Neiße-Parteichef Ulrich Freese beglückwünscht ihn zum Ergebnis.
Dietmar Woidke (l.) tritt im Wahlkreis 41 bei der Landtagswahl an, Spree-Neiße-Parteichef Ulrich Freese beglückwünscht ihn zum Ergebnis. FOTO: LR / Jürgen Scholz
Forst. Regierungschef sieht Populisten als Haupt-Wahlkampfgegner.

Geschlossen haben die 18 anwesenden Delegierten der SPD-Ortsverbände Forst, Guben, Schenkendöbern und Peitz Dietmar Woidke als Direktkandidat für den Landtagswahlkreis 41 nominiert. Der hatte schon vor seiner Zeit als Ministerpräsident mehrfach den Wahlkreis direkt gewonnen. Aber kein Mensch werde dafür gewählt, dass er in der Vergangenheit gute Entscheidungen getroffen habe, so Woidke, „sondern dafür, was er mit diesem Land machen will“.

Wichtig sei, „dass wir dafür sorgen, dass diese Region einen solchen Strukturbruch nicht noch einmal erlebt“, sagte er im Rückblick auf 90er-Jahre. Es gehe bei der Entscheidung der Bundesregierung nicht nur um Kohle, sondern um sicheren und bezahlbaren Strom. Alles andere habe auch Auswirkungen auf wichtige Unternehmen im Land wie BASF, Papierfabriken oder die Stahlindustrie.

Man wolle mit den Gewerkschaften erreichen, dass der Mindestlohn auf 10,50 Euro steigt. „Unternehmen müssen daran Interesse haben, dass die Menschen im Alter eine vernünftige Rente haben“, so Woidke. Gute Wirtschaftspolitk fange bei der Bildungspolitik an, die müsse kostenfrei sein und früh ansetzen. „Wir  werden nur gute Fachkräfte haben, wenn Kinder schon mit guten Voraussetzungen in Schule kommen.“ Auch hob er das Ehrenamt hervor, das einen viel höheren Stellenwert habe als noch vor einigen Jahren. Ehrenamtlich Engagierte seien das, „was wir als Sozialdemokraten auch sind – Menschen, die sich dafür einsetzen, dass dieses Land und die Gesellschaft zusammen bleiben“, warb er für ein „starkes und weltoffenes Land“. Deshalb werde die Hauptauseinandersetzung im Wahlkampf „mit Europafeinden, Populisten und auch mit Rechtsextremisten“ geführt. Schließlich hätten die Sozialdemokraten immer für Werte wie Zusammenhalt und Humanität gestanden. Woidke zeigte sich überzeugt, „dass wir nächstes Jahr ein gutes Wahlergebnis haben“. Dafür, so Spree-Neiße-Parteichef Ulrich Freese, müsse man sich den Gesprächen stellen – in Familien, mit Freunden und Bekannten und auf der Straße.