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Dekra für härteres Vorgehen bei Alkohol am Steuer

Und schon ist es passiert: Wer mit mehr als 1,6 Promille am Steuer erwischt wird, ist den Führerschein los und muss meist eine MPU absolvieren. Foto: Carsten Rehder
Und schon ist es passiert: Wer mit mehr als 1,6 Promille am Steuer erwischt wird, ist den Führerschein los und muss meist eine MPU absolvieren. Foto: Carsten Rehder
Berlin. Experten der Dekra fordern scharfe Konsequenzen für betrunkene Autofahrer. Es sollte überprüft werden, ob die Fahreignung künftig schon bei 1,1 Promille nachgewiesen werden sollte, wie die Prüforganisation am Dienstag bei der Vorlage ihres Reports zur Verkehrssicherheit 2015 in Berlin mitteilte. dpa/bb

Bisher müssen sich Autofahrer einer Überprüfung stellen, wenn sie mit 1,6 Promille am Steuer erwischt werden. Die Experten sprachen sich außerdem für elektronische Wegfahrsperren aus, die den Wagen erst dann starten lassen, wenn der Atemalkohol gemessen wurde.

In Brandenburg war im vergangenen Jahr die Zahl der Unfälle im Zusammenhang mit Alkohol gegenüber 2013 um 2,6 Prozent auf 1165 gestiegen. 578 Menschen wurden verletzt, 16 Prozent mehr als 2013. In Berlin machte die Polizei im vergangenen Jahr bei deutlich über 1000 Unfällen Alkohol als Unfallursache aus, etwas weniger als 2013.

Als zunehmend problematisch bezeichnete die Prüforganisation die Zahl der im Straßenverkehr getöteten älteren Menschen. In Berlin seien mehr als 40 Prozent der Verkehrstoten Senioren gewesen, in Brandenburg 27 Prozent.