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Debatte in Berlin um NS-Geschichte von Präsidenten-Dienstvilla

Berlin. Das Bundespräsidialamt will eigenen Angaben zufolge angemessen an die NS-Vergangenheit der Dienstvilla von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnern. Eine Sprecherin sagte der dpa am Dienstag auf Anfrage, Grundlage für die Entscheidung sei ein Gutachten aus dem vergangenen Jahr, das dem Schicksal der früheren Besitzer während der Nazi-Zeit nachgegangen sei. dpa/uf

"Mit dem Gutachten liegt jetzt eine differenzierte Untersuchung vor, die dem Bundespräsidialamt als Grundlage für die Würdigung der Geschichte des Hauses und dem Gedenken an seine früheren Eigentümer dienen soll", so die Sprecherin. In Berliner Zeitungen war eine Debatte darüber entbrannt, warum bisher weder ein Stolperstein noch eine Gedenktafel an die jüdischen Vorbesitzer erinnert.