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| 19:47 Uhr

Post aus Potsdam
Das wirkt doch ziemlich links. . .

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Auf den ersten Blick ist es eine verdienstvolle Broschüre zu einem wichtigen Thema: Unter dem Titel „Frauen, Macht, faire Chancen“ hat die Gleichstellungsbeauftragte des Landes eine Übersicht über gelungene Projekte veröffentlicht, die dazu beitragen, dass Frauen Wege in die Brandenburger Politik finden. Zum Beispiel den „Falkenseer Frauenstammtisch“, den die Landtagsabgeordnete der Grünen, Ursula Nonnemacher, schon seit vielen Jahren mit großem Engagement organisiert, oder den Frauenstammtisch „Comm“ der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Cottbus. Von Benjamin Lassiwe

Doch bei näherem Hinsehen zeigt es sich, dass das auf dem Titelblatt rot gefärbte Wörtchen „Macht“ auch noch für etwas Anderes stehen könnte. Denn während der Text über das Projekt der Grünen in Falkensee eine wichtige Initiative an der politischen Basis vorstellt, liest sich das Heft einige Seiten weiter schon ganz anders. „Die Linke in Brandenburg: Geschlechtergerechtigkeit gibt es nicht auf dem silbernen Tablett“ ist ein Text der frauenpolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion, Diana Bader, überschrieben. Der Inhalt besteht im Wesentlichen aus einer Lobhudelei des eigenen Parteiprogramms.

Was zumindest etwas merkwürdig wirkt. Denn angesiedelt ist die Gleichstellungsbeauftragte nun einmal im Potsdamer Sozialministerium, das von der linken Landeschefin Diana Golze geleitet wird. Dass dann da ein solcher Text in einer steuerfinanzierten Broschüre eines Ministeriums erscheint, sorgt zumindest mal für Stirnrunzeln. Und vielleicht könnte man dazu sogar sagen: Das wirkt doch irgendwie etwas „links“.