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| 18:36 Uhr

Brandenburg
Das letzte Kitajahr ist ab diesem August beitragsfrei

Potsdam. (iwe) Brandenburgs Landtag hat erstmals über die ab August geplante Beitragsbefreiung für das letzte Kitajahr debattiert. „Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen, und Bildungseinrichtungen sollen wie Schulen und Hochschulen gebührenfrei sein“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Insgesamt koste die Maßnahme das Land jährlich rund 41 Millionen Euro, die Eltern würden durchschnittlich 1320 Euro pro Jahr sparen.

(iwe) Brandenburgs Landtag hat erstmals über die ab August geplante Beitragsbefreiung für das letzte Kitajahr debattiert. „Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen, und Bildungseinrichtungen sollen wie Schulen und Hochschulen gebührenfrei sein“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Insgesamt koste die Maßnahme das Land jährlich rund 41 Millionen Euro, die Eltern würden durchschnittlich 1320 Euro pro Jahr sparen.

Für die CDU-Fraktion erklärte Bildungsexperte Gordon Hoffmann, die Einführung des beitragsfreien letzten Kitajahrs „klingt so einfach“. Natürlich freue man sich für die Eltern, die jetzt entlastet werden. Doch Städte und Gemeinden, Landkreise und Kitaträger ließen kein gutes Haar am Entwurf der Landesregierung. „Ich kann verstehen, dass die Städte und Gemeinden skeptisch sind, ob die Kosten wirklich vollständig erstattet werden“, sagte Hoffmann.

Die Grünen-Abgeordnete Marie Luise von Halem machte darauf aufmerksam, dass es im Bereich der Kindertagesstätten weiter auch um Qualität gehen müsse. So werde es etwa zwölf Jahre dauern, bis alle Kindertagesstätten einmal am landesweiten Qualitätsmonitoring teilgenommen haben. Und auch in Brandenburg hätten viele Akteure, etwa die Träger der freien Wohlfahrtspflege, deutlich gemacht, dass ihnen eine personelle Verbesserung in den Kitas lieber gewesen wäre. Und der fraktionslose Abgeordnete Peter Vida machte darauf aufmerksam, dass es wichtig wäre, auch hinreichend Ausbildungsplätze für pädagogisches Personal einzurichten.

Die Schwarzbacher Abgeordnete Gabriele Theiß (SPD) betonte, dass die eingesparten Kosten für die Kitabeiträge „unter Umständen ein Familienurlaub“ sein könne, den mancher sich bislang kaum leisten konnte. „Kindertagesstätten seien Bildungseinrichtungen und genau so zu behandeln wie Schulen“, sagte Gerrit Große (Linke). Bei den Trägern, die unter der geplanten Pauschalzahlung liegen, komme durch die Pauschale des Landes mehr Geld an, das für mehr Qualität in den Kitas genutzt werden könne.

(iwe)