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| 01:06 Uhr

Cottbuser Weckruf für PDS-Wahlkampf

Cottbus.. Brandenburgs PDS will im Wahlkampf zur Sacharbeit zurückfinden. Parteichef Lothar Bisky rief die Partei am Samstag in Cottbus zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase auf, sich den Problemen im Land und den Kommunen zu stellen. Ronald Ufer

„Wir dürfen uns selbst nicht so ernst nehmen und interne Fragen in Ruhe lösen,“ forderte er.
Bis zum 26. Oktober will sich die PDS als die Opposition im Land präsentieren und mit scharfer Kritik an der Gesundheits- und den Hartzreformen und der Ablehnung der Agenda 2010 punkten. Bisky stellte daher Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit, Arbeitsplätzen und besserer Finanzausstattung der Kommunen in den Mittelpunkt der Rede. Geld dafür sei bei Konzernen und der gewachsenen Zahl von Millionären vorhanden, betonte der Parteichef. „Wir müssen Voraussetzungen schaffen, dass Kapital in Firmen und wissensbasierte Produktion und Dienstleistungen gesteckt wird statt in Spekulationen. Nur auf diesem Weg können Arbeitsplätze entstehen.“
„Die Rolle der PDS in Berliner Senat ist auch beim Wahlkampf in Brandenburg ein Thema“ , sagte Bisky der RUNDSCHAU. Die Reaktionen der Bürger auf schmerzliche Schritte wie höheren Kita-Gebühren reiche von Verärgerung über diesen Kurs der Partei bis zu Verständnis. Er hoffe, dass das Thema nur begrenzte Wirkungen auf das Stimmverhalten habe werde. Auf ein Wahlergebnis legte sich der Politiker nicht fest. Der PDS-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Spree-Neiße, Diethelm Pagel, hatte 20 Prozent Wähleranteil im Kreis als Ziel genannt.
Zur Veranstaltung kamen vor allem ältere Bürger und Jugendliche, laut Bisky ein normales Bild. Der Wahlkampftag hatte mit einer Aktion begonnen. Das Brandenburg-Schild auf der A 13 aus Richtung Sachsen wurde mit Aufklebern gegen die Arbeitsmarktreformen versehen.