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| 19:34 Uhr

Brandenburger Kriminalitätsstatistik
Cottbus rechtsextreme Hochburg

FOTO: picture alliance / Fredrik von E / Fredrik von Erichsen
Cottbus. Nirgends gibt es so viel rechte Gewalt wie in der Lausitzmetropole und dem Spree-Neiße-Kreis. Von Benjamin Lassiwe

Cottbus und Spree-Neiße sind Hochburgen rechter Gewalt. Denn: Nirgendwo gab es in Brandenburg im vergangenen Jahr so viele rechte Gewaltstraftaten wie hier. Das geht aus der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität in Brandenburg 2018 hervor, die Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Montag in Potsdam vorstellten. Von den 123 rechtsradikalen Gewaltstraftaten des vergangenen Jahres ereigneten sich demnach insgesamt 29 in Cottbus und Spree-Neiße. Von den 1562 verzeichneten Fällen insgesamter rechter Kriminalität gab es 221 in Cottbus und Spree Neiße – damit liegt die Region deutlich vor dem auf Rang zwei platzierten Landkreis Uckermark, wo 166 Fälle verzeichnet wurden, vor Oberspreewald-Lausitz mit 47 und Elbe-Elster mit 46 Fällen.

„Wir müssen alles tun, um ein weiteres Ansteigen der rechten Gewaltstraftaten auf keinen Fall zuzulassen“, sagte Schröter in Potsdam. „Gerade in diesen Regionen muss es zukünftig noch viel stärker gelingen, mit gesamtgesellschaftlichem Engagement sowie starkem präventivpolizeilichem und repressivem Vorgehen dem Treiben von Extremisten Einhalt zu gebieten“, sagte Polizeipräsident Mörke. „Die Anzahl der Straftaten war auch 2018 weiterhin inakzeptabel hoch“, sagte der CDU-Innenexperte Björn Lakenmacher. „Gerade im Bereich der gestiegenen Propagandadelikte erkennt man den zunehmenden Versuch radikalisierter Gruppen, das gesellschaftliche Klima zu vergiften.“ Dem müsse der Rechtsstaat konsequent entgegentreten.