Das Brandenburger Kabinett hat am Dienstag (22.2.) die neue Corona-Verordnung beschlossen. Damit treten entsprechend der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) weitreichende Lockerungen in Kraft. An den brandenburgischen Schulen wird es allerdings erst am 7. März erste Schritte hin zur Normalität geben. Dann soll wieder die allgemeine Präsenzpflicht gelten. Das teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Die Präsenzpflicht ist seit Ende November 2021 ausgesetzt und Eltern können ihre Kinder in den Grundschulen (außer der Klasse 6) und den Klassen 7 und 8 ohne Begründung zu Hause lassen. Ab dem 7. März sollen auch die aktuell täglichen Test an den Schulen wieder auf ein dreimaliges Testen pro Woche zurückgefahren werden.

Zu Ostern könnten die ersten Masken fallen

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) erklärte auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Potsdam, dass sie sich mit Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) darin einig sei, dass im Zuge der neu überarbeiteten Eindämmungsverordnung bis zum 19. März keine weiteren Lockerungen an Schulen stattfinden sollen. Das erkläre sich aus den hohen Inzidenzen und der geringen Impfquote in den entsprechenden Altersstufen.
Danach könne man sich neue Regelungen etwa zu Ostern vorstellen. Sie sprach dabei von der Maskenpflicht, auf die in den ersten und zweiten Klassen zuerst verzichtet werden könnte. Der Landeselternbeirat Brandenburg hatte schon vergangene Woche dafür plädiert, zumindest auf dem Schulhof auf die Masken zu verzichten. Auf Nachfrage stellte Nonnemacher klar, dass es vorerst bei der aktuell geltenden Testpflicht bis auf weiteres bleiben soll.
Auch Berlin diskutiert aktuell die Präsenzpflicht wieder einzuführen. Sie war dort erst Ende Januar ausgesetzt worden und auf heftige Kritik gestoßen. In Brandenburg blieben im Schnitt nur drei bis fünf Prozent der Kinder dem Unterricht fern.
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