Mit einem stillen Protest fordert das Brandenburger Gastgewerbe eine Öffnung von Hotels und Restaurants. Von der Prignitz bis in die Lausitz stellten Gastwirte nach Angaben des Hotel-und Gaststättenverbandes Brandenburg „einen gedeckten Tisch“ oder „ein gemachtes Bett“ vor ihre Einrichtungen, um im Vorfeld der Bund-Länder-Gespräche (3.3.) auf ihre Lage aufmerksam zu machen.
„Wenn vergleichbare Branchen wie der Einzelhandel wieder öffnen dürfen, muss es auch im Gastgewerbe wieder losgehen – und zwar so, dass die Betriebe wirtschaftlich arbeiten können“, forderte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe. Ein fortgesetzter Teil-Lockdown sei nicht zu akzeptieren.
„Gastronomie und Hotellerie waren und sind keine Pandemietreiber“, betonte Schöpe. Dies habe auch das RKI mit seinem „Control-Covid-Plan“ bestätigt. So sei das Ansteckungsrisiko gerade bei Zusammenkünften im Freien und in Hotels niedrig.

Gastgewerbe hat Corona-Schutzkonzepte erarbeitet

Der „Teil-Lockdown“ ab November 2020 sei daher eine politische Entscheidung gewesen, um Kontaktzahlen zu senken und anderen Branchen Öffnungen zu ermöglichen. „Das darf so nicht weitergehen!“, kritisierte er.
Das Gastgewerbe dürfe bei der Entwicklung von Öffnungsperspektiven nicht nachrangig behandelt werden. Das Gastgewerbe habe verantwortbare Pläne für Öffnungsszenarien und erfolgreiche Schutzkonzepte erarbeitet.
„Bei uns gelten wesentlich größere Abstandsregeln, auch führen wir eine durchgängige Gästeregistrierung durch“, führte Schöpe an.

Klettwitz/Senftenberg

Die Gastrobranche schafft Schöpe zufolge geschützte Bereiche mit hohen Hygienestandards. Die Erfahrung im Nachgang zum letzten Lockdown habe gezeigt: Stünden diese Bereiche nicht zur Verfügung, werde die Menschen auf ungeschützte Bereiche ausweichen, meint er. „Diesen Fehler dürfen wir nicht ein zweites Mal begehen.“