• In Brandenburg stecken sich immer mehr Kinder und Jugendliche mit Corona an
  • Wo können Kinder eine Corona-Impfung bekommen?
  • Wie stecken sich Kinder mit Corona an?
Die Zahl der an Corona erkrankten Minderjährigen ist in Brandenburg seit der Jahresmitte wieder sprunghaft gestiegen. Im September wurden hier nach Angaben des Robert Koch-Instituts 1268 Fälle registriert, nach 886 im August und 152 im Juli. Das teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mit. Die tatsächlichen Zahlen könnten noch höher ausfallen, da laut Ministerium Daten den Gesundheitsämtern nicht vollständig vorlagen.

Corona bei Kindern: Zuletzt hohe Zahlen im Frühjahr

In diesem Jahr hatten in Brandenburg bis September rund 9000 Menschen unter 18 Jahren eine Sars-CoV-2-Infektion, davon rund 4200 mit den Untertypen Alpha, Beta, Gamma und Delta. Einen ähnlichen Anstieg der Corona-Fälle unter Kindern und Jugendlichen hatte es bereits im Frühjahr in Brandenburg gegeben. In der Spitze waren es im April 1842 Erkrankungen. Danach ging die Zahl der infizierten Minderjährigen bis Juni auf 144 Fälle zurück.
Auch die Untertypen Alpha bis Delta haben nach einem ersten Anstieg im Frühjahr und einem deutlichen Rückgang seit der Jahresmitte wieder zugenommen. Nach dem Höhepunkt im April mit 1179 Fällen gingen die Infektionen mit diesen Varianten auf 80 im Juni zurück. Im September wurden dann schon wieder 745 Erkrankungen nachgewiesen.
Im August und September ermittelten die Mediziner bei minderjährigen Corona-Patienten nahezu ausschließlich nur noch die Delta-Variante des Sars-CoV-2-Virus - mit knapp 1440 Erkrankungen. Dieser Typ war Ende April erstmals in Brandenburg aufgetaucht.


Kinder werden in Bayern häufiger krank

Besonders in Bayern werden viele Kinder und Jugendliche durch Corona krank. Aktuell sind die Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen in Bayern so hoch wie nie zuvor. In der Altersgruppe sechs bis elf Jahre lag die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche bayernweit bei 415. Entsprechend wird dort nun über die Wiedereinführung der Maskenpflicht am Platz während des Unterrichts diskutiert.

Corona-Impfung für Kinder: Was Eltern wissen müssen

Seit dem 19. August hat die Ständige Impfkommission (Stiko) die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren empfohlen. Dabei sind die Impfstoffe von Biontech und Moderna zu verwenden.
Am 25. Oktober 2021 gab der Impfstoffhersteller Moderna bekannt, dass sein Impfstoff auch bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren geeignet ist. Die Ergebnisse einer Phase 2/3-Studie mit 4753 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen sechs und elf Jahren zeigten eine „robuste“ Anzahl an Antikörpern, wie Moderna am Montag mitteilte. Komplette Datensätze wurden nicht veröffentlicht, außerdem wurde die Studie noch in keinem Fachmagazin vorgestellt.
Für den Impfstoff Biontech/Pfizer wird eine Zulassung für die Altersgruppen zwischen fünf und elf Jahren in den kommenden Wochen erwartet. Der Hersteller durchläuft aktuell den Zulassungsprozess in den USA, danach könnte eine Zulassung in Europa folgen.
Es ist also gut möglich, dass bis Jahresende eine Impfempfehlung auf für unter-Zwölfjährige ausgesprochen werden kann.
Corona-Impfungen für alle Altersgruppen können bei allen niedergelassenen Ärzten sowie in den noch offenen Impfzentren bekommen werden.

Nebenwirkungen der Corona-Impfung bei Kindern

Folgende Impfreaktionen bei Kindern sind möglich und gelten als normale Reaktion:
  • Schmerzen und/oder Schwellung an der Einstichstelle
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Übelkeit/Erbrechen
In den meisten Fällen dauerten die Impfreaktionen zwei bis drei Tage an.