Die Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg zurückgegangen. Die Gesundheitsämter meldeten innerhalb eines Tages 392 neue Infektionen, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mitteilte. Am Donnerstag waren es noch 452 neue Fälle, vor einer Woche aber nur 298.
Der Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg dagegen auf 70,3. Diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 66,9 und vor einer Woche bei 62,8. Wenn die Zahl über 100 steigt, will die rot-schwarz-grüne Landesregierung darüber beraten, ob die jüngsten Öffnungen und Lockerungen wieder zurückgenommen werden. Dies ist nicht in der Verordnung fixiert, was für Kritik gesorgt hatte.

Oberspreewald-Lausitz-Kreis weiter Hotspot in Brandenburg

Schwerpunkt der Infektionen in Brandenburg bleibt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit einer 7-Tage-Inzidenz von 160,9, gefolgt vom Landkreis Elbe-Elster mit einem Wert von 135,5 und dem Kreis Oberhavel mit 101,9. Alle übrigen Landkreise und kreisfreien Städte lagen unter der 100er-Marke. Den geringsten Wert hatte Frankfurt (Oder) mit 29,4.
Eine Erstimpfung gegen das Coronavirus haben inzwischen 162.614 Brandenburger erhalten. Mit einem Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung von 6,4 Prozent bleibt das Land im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Sachsen-Anhalt liegt knapp davor mit 6,5 Prozent. Bei den Zweitimpfungen liegt Brandenburg mit einem Anteil von 3,2 Prozent etwas unter dem Bundesdurchschnitt.