• Polen wurde vom RKI am 3. Dezember als Hochrisikogebiet eingestuft.
  • Die Einstufung gilt somit ab Sonntag, 5. Dezember
  • Damit gelten strengere Einreisebestimmungen
  • Was bedeutet das für den Grenzverkehr?
  • Was muss bei der Ein- und Ausreise beachtet werden?
Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung nun auch die Nachbarländer Schweiz und Polen als Hochrisikogebiete eingestuft. Ab Sonntag gelten daneben das Fürstentum Liechtenstein sowie Mauritius und Jordanien als Länder mit besonders hohem Infektionsrisiko, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag weiter mitteilte. Dagegen werden Thailand, Usbekistan sowie St. Vincent und die Grenadinen von der Liste der Hochrisikogebiete genommen.

Polen ist Risikogebiete: Auswirkungen auf den Grenzverkehr?

Durch die Einstufung als Hochrisikogebiet gelten für die Einreise nach Deutschland strengere Bedingungen. Diese sind:
  • Wer aus einem Hochrisikogebiet kommt, muss danach in 10-tägige Quarantäne
  • Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Geimpfte und Genesene
  • Zudem kann man sich mit einem Antigen- oder PCR-Test aus der Quarantäne freitesten lassen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein
  • Wer weniger als 24 Stunden in Polen verbringt, ist von der Quarantäneregelung befreit
Wegen des Infektionsgeschehens hat Polen in dieser Woche die Corona-Regeln verschärft. Alles Wichtige dazu gibt es hier:

Hochrisikogebiete: Das gilt für den Urlaub

Für Länder und Regionen, die zu Corona-Hochrisikogebieten werden, spricht die deutsche Bundesregierung eine Reisewarnung aus. Vor der Pandemie war dies stets ein deutlicher Hinweis auf das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände. Daraus ergab sich für Veranstaltergäste ein kostenloses Stornorecht. Anzahlungen bekam man ohne Abzug zurück.
Doch Corona begleitet uns nun schon eine ganze Weile. „Ob nach über einem Jahr Pandemie noch ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt, wenn ein Land nach der Buchung zum Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet wird, ist bisher nicht höchstrichterlich geklärt“, sagt Karolina Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Kehl.
Der Reiserechtler Prof. Ernst Führich ist ebenfalls kritisch: „Viele Urlauber meinen immer noch, sie könnten ihre in diesem Jahr gebuchten Pauschalreisen wegen der Corona-Pandemie ganz einfach kostenfrei stornieren.“ Das sei wohl eher nicht so: „Kostenfrei ist vorbei.“
Wer heute in Kenntnis der dynamischen Pandemie-Wellen eine Reise bucht, könne sich bei einer Stornierung nicht auf die Entlastung eines unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstands berufen, so der Experte. Wenn die weltweite Infektionsgefahr und die behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie schon bei der Buchung bekannt waren, greife der Schutz durch das Pauschalreiserecht nicht.