Die Coronakrise hat die Kliniken in der Lausitz schwer gebeutelt: Durch das Streichen von Operationen und das Vorhalten freier Betten sind den Häusern Einnahmen in Millionenhöhe entgangen. Dabei waren knapp die Hälfte der deutschen Krankenhäuser schon mit einem Minus in die Pandemiezeit gestartet.
Wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft DKG mitteilt, ist die Gesamtzahl der Behandlungen um 39 Prozent zurückgegangen. Ein Sprecher betont allerdings, dass konstante Zahlen bei Krebsbehandlungen zeigen, dass die Versorgung akut behandlungsbedürftiger Patienten gewährleistet gewesen sei.
Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie haben die Kliniken unterschiedlich getroffen: Je größer das Krankenhaus, umso höher die Fix- und Vorhaltekosten. Die zunächst im Rettungsschirm festgelegte Pauschale von 560 Euro pro freigehaltenem Bett reichte den großen Häusern also nicht, kleinere Kliniken konnten damit komfortabel wirtschaften.

Cottbus/Senftenberg

Was bedeutet Corona für die Lausitzer Kliniken?

Die Politik hat darauf mit der Staffelung des Betrags reagiert: Die Pauschalen liegen nun zwischen 190 und 760 Euro. Ein Sprecher der DKG sagt, noch sei unklar, wie sich die Situation nach diesem Schritt darstellt. „Wir gehen davon aus, dass ein großer Teil der Krankenhäuser weiterhin Probleme hat. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen werden aber erst nach Ende der Pandemie feststehen.“
Die DKG und zahlreiche Kliniken fordern nun, dass die Erlösausfälle nicht zu Krankenhausschließungen führen dürfen. Für die Krankenhäuser sei wichtig, dass der Rettungsschirm nicht wie geplant am 30. September endet: Es sei absehbar, dass die Pandemie zu diesem Zeitpunkt nicht besiegt sei und die Krankenhäuser bis in das kommende Jahr hinein Bettenkapazitäten freihalten müssen.