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| 02:42 Uhr

Charité wehrt sich gegen gerichtliche Streik-Erlaubnis

Berlin. Nach einer Schlappe vor dem Arbeitsgericht hat die Berliner Uniklinik Charité einen zweiten Versuch gestartet, einen unbefristeten Streik im Pflegebereich zu verhindern. Die Klinik hat nach eigenen Angaben am Freitag Berufung beim Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt. dpa/uf

Zuvor war Europas größte Uniklinik mit einer einstweiligen Verfügung gegen den ab Montag geplanten unbefristeten Arbeitskampf gescheitert. "Wir sehen die Sicherheit der Patienten während des Streiks weiterhin als gefährdet an", teilte die Charité mit.

Krankenschwestern, Pfleger und weitere Beschäftigte von mehr als 20 Stationen haben Verdi zufolge eine Streikbereitschaft angezeigt, die eine Schließung erforderlich macht.

Mit dem Streik will Verdi einen Tarifvertrag durchsetzen, der eine bestimmte personelle Mindestausstattung der Stationen mit Pflegepersonal vorsieht. Die Charité hält dem entgegen, dass die Personalausstattung mit dem Abschluss der noch geltenden Vergütungstarifverträge geregelt sei - und der Streik gegen die tarifvertragliche Friedenspflicht verstoße. Das hatte das Arbeitsgericht anders gesehen.