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"Chance für BER-Eröffnung 2017"

Engelbert Lütke Daldrup: Eine Garantie gibt es nicht.
Engelbert Lütke Daldrup: Eine Garantie gibt es nicht. FOTO: dpa
Schönefeld/Berlin. Trotz neuer Verzögerungen kann der künftige Hauptstadtflughafen aus Sicht der Verantwortlichen nächstes Jahr in Betrieb gehen. "Niemand kann heute eine Garantie abgeben, dass es mit der Eröffnung 2017 klappt. dpa/uf

Aber wir haben eine Chance", sagte Berlins Flughafenkoordinator Engelbert Lütke Daldrup der "Berliner Zeitung". "Die FBB (Flughafen Berlin Brandenburg GmbH) will diesen Zeitplan unter Aufbietung aller Reserven schaffen", sagte Lütke Daldrup. Nach seinen Angaben verzögert sich eine für August erhoffte wichtige Genehmigung für das Projekt um vier bis sechs Wochen. Es könne aber weiter gebaut werden.

"Es besteht weiterhin die Möglichkeit, den BER im Jahr 2017 zu eröffnen", hieß es auch bei der Flughafengesellschaft. "Die FBB ist in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden." Letzte notwendige Unterlagen werde der Flughafen in Kürze einreichen. Dabei geht es um den Rauchabzug an der Schnittstelle von Terminal und unterirdischem Bahnhof. Alles andere sei laut Bauordnungsamt schon jetzt genehmigungsfähig, so der Flughafen.

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte angekündigt, im Oktober definitiv zu sagen, ob der Start 2017 noch gelingt. Der Aufsichtsrat tagt am 7. Oktober, drei Wochen nach der Abgeordnetenhauswahl, bei der es auch um die politische Zukunft des Regierenden Bürgermeisters und BER-Aufsichtsratschefs Michael Müller (SPD) geht.

Geplant ist, dass die Fluggesellschaften in zwei Stufen umziehen und der Flughafen in zwei Schüben Ende Oktober und Ende November in Betrieb geht, wie Lütke Daldrup sagte, der Staatssekretär in der Senatskanzlei und Flughafen-Aufsichtsrat ist.