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| 06:21 Uhr

Tempo 130 auf der Autobahn
CDU-Politiker: Tempolimit auf der A13 ist nur Symbolpolitik

 Ab April sollen die neuen Schilder an der A13 kommen.
Ab April sollen die neuen Schilder an der A13 kommen. FOTO: dpa / Patrick Seeger
Potsdam. Raser sollen künftig auf der A13 zwischen Schönefelder Kreuz und Dreieck Spreewald ausgebremst werden. Jetzt gibt es erste Kritik an den Plänen der Landesregierung. Von Benjamin Lassiwe

Auf der Autobahn A 13 soll zwischen dem Schönfelder Kreuz und dem Dreieck Spreewald künftig Tempo 130 gelten. Das hat Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik in Potsdam angekündigt. Ein Grund sei der Unfallschwerpunkt auf diesem Autobahnabschnitt: 2018 gab es dort 662 Unfälle mit 147 Verletzten und zwei Toten. Im Jahr 2017 waren es noch 684 Unfälle mit 133 Verletzten und vier Toten.

Schneider kündigte an, sich beim Bund um die Errichtung einer automatischen Verkehrsregelanlage für diesen Autobahnabschnitt zu bemühen. Damit könne die geltende Höchstgeschwindigkeit an die Verkehrslage angepasst werden. Mit der Anlage sei es auch vorstellbar, dass bei wenig Verkehr auch die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben werden könne.

„Nur symbolischer Charakter“

Scharfe Kritik an dem geplanten Tempolimit übte der Finsterwalder CDU-Abgeordnete Rainer Genilke. Gerade auf diesem Autobahnabschnitt seien die Unfallzahlen rückläufig. „Das angekündigte Tempolimit scheint eher von symbolischem Charakter zu sein“, sagte Genilke.

Die Linken-Abgeordnete Anita Tack sprach sich dafür aus, auch auf weiteren Strecken eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorzunehmen.

Insgesamt blieb die Zahl der Verkehrsunfälle in Brandenburg 2018 konstant: Während es 2017 noch 85 451 Mal auf Brandenburgs Straßen krachte, verzeichnete die Polizei 2018 noch 82 281 Unfälle. Auch die Zahl der Verkehrstoten ging von 148 im Jahr 2017 auf 143 im Jahr 2018 zurück.

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