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Bildungspolitik
„Buschzulage“ für künftige Lehrer

Potsdam. 500 Euro monatlich für Lehramtsstudenten, wenn sie sich für Landschulen verpflichten. Von Benjamin Lassiwe

Brandenburgs Linksfraktion will mit einem Stipendium den Lehrermangel auf dem Land bekämpfen. Ähnlich wie bereits seit zwei Jahren in Sachsen, sollen Lehramtsstudenten während ihres Masterstudiums 500 Euro pro Monat als Anreiz erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich verpflichten, anschließend drei bis fünf Jahre an einer Schule im ländlichen Raum zu arbeiten. Das kündigte die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Kathrin Dannenberg, beim traditionellen „Katerfrühstück“ der Fraktion für Journalisten am Donnerstag in Potsdam an.

Die Idee ist auch in Brandenburg nicht neu. Bereits seit drei Jahren können Lehrer, die Stellen in der Provinz annehmen, eine Zulage erhalten. Die Nachfrage aber blieb trotzdem mäßig. Und auch CDU und Grüne hatten bereits 2016 einen entsprechenden Vorschlag in den Landtag eingebracht. Ihr „Landlehrerstipendium“ ging damals von 300 Euro pro Monat aus.

In einer ersten Reaktion zeigte sich der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann überrascht. „Da kann ich nur sagen, Opposition wirkt“, so Hoffmann gegenüber der RUNDSCHAU. „Wir unterstützen die Sache und freuen uns, dass da nun Bewegung hineinkommt.“

Mitte Januar wird sich der Bildungsausschuss des Potsdamer Landtages mit der Idee befassen. Dort sieht es bisher nach großer Einigkeit aus. „Wir werden alle Maßnahmen und Vorschläge prüfen, die verlässlich und dauerhaft mehr Lehrer an unsere Schulen bringen“, sagte die SPD-Bildungsexpertin Simona Koß.