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| 11:38 Uhr

Smartphones werden verteilt
Bundespolizei will mit App schneller Fahndungsabfragen stellen

Potsdam. Ausweis vor das Smartphone halten, Datenabgleich – wird nach der Person gefahndet oder nicht? Was normalerweise bei der Polizei mehrere Minuten dauern kann, soll künftig in wenigen Sekunden erledigt sein.

Die Bundespolizei will mithilfe einer App schneller prüfen, ob jemand per Fahndung gesucht wird. Seit Ende vergangenen Jahres seien 1500 Smartphones mit der integrierten Fahndungs-App an Dienststellen in allen Direktionen ausgeliefert worden, teilte die Bundespolizei am Mittwoch in Potsdam mit. In den kommenden Jahren sollen rund 10 000 Smartphones in Betrieb gehen. Die Bundespolizei hat aktuell insgesamt 46 300 Mitarbeiter, darin ist aber auch die Verwaltung enthalten.

Früher konnte die Fahndungsabfrage über Funk oder einen Telefonanruf laut Bundespolizei mehrere Minuten dauern, mit der App seien es nur wenige Sekunden. Das neue Verfahren soll auch in ländlichen Regionen mit eher schlechter Internetverbindung funktionieren: „Da konsequent darauf geachtet wurde, dass nur geringe Datenmengen übertragen werden, ist der Einsatz der Fahndungs-App auch in Regionen mit schlechterer Mobilfunkabdeckung möglich.“

Die Fahndungsabfrage funktioniert so: Ein Beamter hält einen Ausweis vor die Smartphone-Kamera, die App gleicht die Daten ab. Wenn jemand gesucht wird, erscheint bei mindestens einem Treffer in den Daten ein rotes Ausrufezeichen und in einem Fenster sind Infos über die Fahndung zu sehen. Wird kein Treffer gefunden, kommt ein grüner Haken.

Die App wurde im Auftrag der Bundespolizei für Dienst-Smartphones entwickelt.

(dpa/csc)