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| 09:58 Uhr

Strukturwandel
BUND stellt Tillich für Kohlekommission infrage

Der BUND hält den früheren sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich als Mitglied der Kohlekommission für ungeeignet.
Der BUND hält den früheren sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich als Mitglied der Kohlekommission für ungeeignet. FOTO: picture alliance / Ralf Hirschbe / Ralf Hirschberger
Sachsen-CDU widerspricht: „Vollkommen unsachliche Kritik“ dpa

Chemnitz Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Eignung des früheren sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) in der Kohlekommission bezweifelt. Tillich sei ein „Kohle-Fan“ und habe die Energiewende und die Suche nach Alternativen als „Kampf gegen Windmühlen“ betrachtet, erklärte die Umweltorganisation in Chemnitz. „Im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes ist Stanislaw  Tillich bisher vor allem als Verhinderer in Erscheinung getreten“, sagte BUND-Chef Felix Ekardt.

Der BUND hätte sich mehr progressive Kräfte in der Kommission gewünscht und nicht Menschen, „die in der Vergangenheit hängen geblieben sind“, so Ekardt. Braunkohle als Lieferant für Strom sei längst überholt. Ihre Nutzung gleiche einem ökologischen Rundumschlag. Als klimaschädlichster Energieträger löse sie dauerhaft massive ökonomische und ökologische Kosten aus.

Die sächsische CDU widersprach. „Stanislaw Tillich ist der richtige Vertreter, um in der Kommission kraftvoll für die Interessen der Menschen nicht nur in den sächsischen Kohlerevieren einzutreten“, sagte Generalsekretär Alexander Dierks. Die „vollkommen unsachliche Kritik“ des BUND zeuge von einer rein ideologisch geprägten Weltsicht. Ein sofortiger Kohleausstieg sei sowohl eine Gefahr für den Industriestandort Deutschland als auch für tausende Arbeitsplätze. Tillich sei eine „starke Stimme der Vernunft“.

Für den 28. Juli hat der BUND  zu einer Demo aufgerufen. Motto. „Klima retten! Kohle stoppen!“