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| 18:48 Uhr

Personalie
Andreas Büttner zum Staatssekretär ernannt

Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.) ernennt neuen Staatssekretär Andreas Büttner.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.) ernennt neuen Staatssekretär Andreas Büttner. FOTO: Benjamin Lassiwe
Potsdam. Ein Templiner ist jetzt Staatssekretär: Am Montag ernannte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke den Linken-Politiker Andreas Büttner zum Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Von Benjamin Lassiwe

Büttner ist Nachfolger von Almuth Hartwig-Tiedt, die im Zuge des Lunapharm-Skandals ihren Posten räumen musste. Damit ist nach dem Rücktritt von Ministerin Diana Golze und der Vereidigung von Sozialministerin Susanna Karawanskij der Wechsel an der Spitze des Gesundheitsressorts fast komplett vollzogen: Von den politisch für den Lunapharm-Skandal Verantwortlichen ist nun nur noch der Direktor des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit, Detlev Mohr, im Amt.

„Es wird in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen und kraftvolle politische Akzente zu setzen“, sagte Woidke. Vor Journalisten sagte er, Büttner schon lange zu kennen und sich auf die Zusammenarbeit zu freuen. Tatsächlich gehörte der neue Staatssekretär von 2009 bis 2014 dem Brandenburger Landtag an, damals allerdings für die Fraktion der FDP. Für die Liberalen saß er auch im Sozialausschuss des Landtags. Bis Ende September arbeitete er dann als Polizeibeamter in Berlin. Büttner betonte in einem ersten Statement, das wichtigste sei nun die Aufarbeitung des Lunapharm-Skandals. Daneben gebe es aber noch weitere wichtige Themen, etwa den Runden Tisch gegen Kinderarmut oder die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. „Das sind ganz viele wichtige Themen, und die wollen wir jetzt alle motiviert angehen.“ Auf die Nachfrage eines Journalisten, wie er sich auf die Leitung einer Verwaltung mit mehreren hundert Mitarbeitern vorbereitet habe, antwortete Büttener trocken: Die beste Eigenschaft, die man als Politiker haben könne. sei es, „unterschätzt zu werden.“