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| 19:25 Uhr

Warmes Wetter begünstigte Entwicklung
Buchsbaum-Schädling breitet sich in Brandenburg aus

Der Buchsbaumzünsler setzt Brandenburger Gärten und Parks zunehmend zu und breitet sich weiter aus.
Der Buchsbaumzünsler setzt Brandenburger Gärten und Parks zunehmend zu und breitet sich weiter aus. FOTO: dpa-tmn / Andreas Vietmeier
Potsdam. Der schädliche Buchsbaumzünsler – ein ostasiatischer Kleinschmetterling – breitet sich im Norden Brandenburgs aus und hat den Landkreis Ost­prignitz-Ruppin erreicht, teilte das Landesamt für Landwirtschaft am Freitag mit.

Seit etwa acht Jahren befallen die Raupen Buchsbäume in Gärten und Parks und fressen sie kahl. Bislang waren vor allem der Süden und die Mitte Brandenburgs betroffen. Das warme Wetter diesen Sommer habe die Ausbreitung des Schädlings stark begünstigt.

Besorgt sind deshalb die Betreiber vom Park „Sanssouci“ – was eigentlich „ohne Sorgen“ heißt. Dort sind unter anderem die Hecke im Rosengarten und die Buchsbaumkugeln in den Römischen Bädern betroffen, berichtet Sprecher Frank Kallensee. Auch der Neue Garten und der Pfingstberg sind im Visier der Schädlinge. Auch im Vorjahr hatten die Raupen die Anlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten befallen. Auch zusätzlicher Schnitt und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln konnten die gefräßigen Raupen nicht nachhaltig eindämmen. Experten gingen inzwischen davon aus, dass die Folgen der Schäden noch in zehn Jahren spürbar sind. Neben den Raupen machen auch Pilze und der sogenannte Buchsbaumkrebs zu schaffen.

Laut Umweltministerium ist davon auszugehen, dass mit dem Absinken der Nachttemperaturen seit dem 25. September ein Ende der Fresszeit eingetreten ist. Derzeit könnte man noch mit einem Rückschnitt die Wintergespinste der Raupen entfernen. Ab Ende April bis Anfang Mai 2019 sei dann der Einsatz von Insektiziden notwendig, um überwinterte Larven abzutöten. Geht das nicht, muss ein Buchsbaumersatz her.

(dpa)